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5. Mose 32,1 – 32,52 Diese Woche ~11 Min. Lesezeit

הַאֲזִינוּ

Haasinu — Gebt Gehör! — Horcht auf!

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Das Lied Mosches sagt Israels Abfall voraus, bevor er geschehen ist: Sattheit, Götzendienst, entbrannter Zorn über die ganze Welt — und am Ende doch Rache für das Blut der Knechte und Vergebung für das Land. Ha'asinu schließt die reguläre Lesung des Jahres und stellt die Frage nach Charakter und Anbetung.

Mit endet die reguläre Schabbat-Lesung des Jahreszyklus. Die Portion umfasst nur ein einziges Kapitel, 5. Mose 32,1 bis 52, aber Steve Okunola weist darauf hin, dass sich schon darin der ganze Ratschluss Gottes und der Heilsverlauf für die Welt abzeichnet. Der Name steht gleich im ersten Vers: Horcht, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes (5. Mose 32,1). Was folgt, ist das , das bereits in der Portion zuvor angekündigt wurde. Israel soll dieses Lied lernen, weil vorausgesagt ist, dass es sich eines Tages von Gott abwenden wird. Wenn es dann so weit ist, steht das Lied als Erinnerung da, dass alles, was über das Volk kommt, daher rührt, dass es sich vom Schöpfer distanziert hat.

Das Lied erinnert zuerst an die Fürsorge: Gott hat sein Volk sicher geführt, durch die Wüste gebracht, in ein Land gestellt, das von Milch und Honig fließt, und es behütet wie seinen . Er umgab ihn, gab acht auf ihn, behütete ihn wie seinen Augapfel (5. Mose 32,10). Und genau an dieser Stelle kippt der Text. , der Ehrenname für Israel, steht dort, wo man ihn am wenigsten erwartet: Da wurde Jeschurun fett und schlug aus; du wurdest fett, dick und feist. Und er verließ Gott, der ihn gemacht hat, und verachtete den Fels seiner Rettung (5. Mose 32,15). Der ist Gott selbst, der unverrückbare Grund, auf dem die Rettung dieses Volkes steht. Nicht die Not, sondern die Sattheit bringt Israel zu Fall.

Was folgt, ist Götzendienst in aller Schärfe: Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten (5. Mose 32,17). Israel hat sich an den Götzen der Nationen genährt und sucht sie auf, um sie anzubeten. Das reizt Gottes Eifersucht, und die Antwort fällt spiegelbildlich aus: Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch Nicht-Götter, mich erbittert durch ihre Nichtigkeiten; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie erbittern (5. Mose 32,21). Wer ist dieses ? Steve Okunola räumt zuerst mit dem Missverständnis auf, es gehe um ein barbarisches, rückständiges Volk, das in Höhlen kriecht und nichts gebacken bekommt. Im Gegenteil: industriös, technisch fortschrittlich, gut organisiert, gebildet, mit einer beachtlichen Kriegsmaschinerie. Ein Volk kann hoch entwickelt, gebildet und militärisch stark sein und vor Gott dennoch ein Nicht-Volk bleiben, wenn sein ganzer Ratschluss ohne Gott, ohne Tora und ohne Verbindung zum Messias gegründet ist. Aus dieser Sicht fällt jede Nation unter diese Kategorie. Unter Auslegern ist allerdings umstritten, wer konkret gemeint ist: Manche denken an ein bestimmtes historisches Feindvolk, Paulus greift den Vers auf und bezieht ihn auf die Nationen, die zum Glauben kommen und Israel dadurch zur Eifersucht reizen (Römer 10,19).

Der Zorn, der daraufhin entbrennt, bleibt nicht auf Israel begrenzt. Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn und wird brennen bis in den untersten Scheol und wird verzehren die Erde und ihren Ertrag und entzünden die Grundfesten der Berge (5. Mose 32,22). Bis in den hinunter und über die ganze Erde hinweg: Gottes Zorn ergreift die ganze Welt, weil das Volk, das den Nationen die Anbetung zeigen sollte, sich den Götzen zugewandt hat. Was dann aufgezählt wird, sind die — Hunger, Fieberglut, giftige Pest, der Zahn wilder Tiere, das Gift der im Staube Schleichenden, draußen wird das Schwert rauben und in den Gemächern der Schrecken (5. Mose 32,25), am Jüngling wie an der Jungfrau, am Säugling wie am Greis. Steve Okunola liest diese Reihe als Vorabbildung dessen, was in der Offenbarung als die vier Reiter erscheint: das schwarze Pferd im Hunger, das fahle in Fieber und Pest, das rote im Schwert. Er kennzeichnet diese Zuordnung als seine Sicht; ob die Plagen des Liedes so unmittelbar auf die Siegel der Offenbarung abgebildet werden dürfen, ist unter Auslegern strittig.

Daran hängt eine weitere Deutung, die Steve Okunola ausdrücklich als seine eigene These bezeichnet und die er vor etwa sieben Jahren aufgestellt hat: dass die über die ganze Welt kommt, weil die Gemeinde nicht das tut, was sie tun soll. Er meint damit ganz konkret den Zustand in Gemeinden, Kirchen, messianischen Kreisen und Hebrew-Roots-Gruppen, den Umgang der Menschen miteinander ausgerechnet im Namen der Tora, den Zwist in Ehen und in der Kindererziehung. Vieles ist gut, aber vieles muss dringend korrigiert werden. Ob die These stimmt oder nicht, sagt er, müsse jeder selbst prüfen — Ha'asinu untermauere sie für ihn gut, denn dort wird die ganze Welt wegen dieser einen Kontroverse in Mitleidenschaft gezogen. Wenn die Gemeinde Gott nicht anbetet, gibt es andere Dinge, die ihre Aufmerksamkeit fesseln und binden, und genau das wird Gott richten. Die wahrhaftigen Gläubigen werden dadurch umkehren, geläutert und gereinigt werden.

Der Auftrag Israels war es, den Nationen zu zeigen, wie man Gott in Wahrheit und im Geist anbetet, und das wäre Segen für die ganze Welt gewesen. Kehrt sich dieses Volk um, kehrt sich die Wirkung mit um. Dabei geht es nicht um Nationalität. Keine Blutlinie erlöst — nur wer Gott in Wahrheit und im Geist anbetet, gehört wirklich zu ihm. Esau und Ismael stammen von Abraham ab und wurden dadurch nicht gerettet; die Könige von Juda, die nicht gehört haben, hat Gott verworfen, ebenso das Nordreich. Aus den Lenden Abrahams zu kommen hilft niemandem weiter. Wenn aber die, die aus seinen Lenden kommen, Gott in Wahrheit anbeten, dann ist das Segen für die ganze Welt.

Steve Okunola zieht daraus eine unbequeme Bilanz für die Gegenwart: Seit zweitausend Jahren ist Israel als Nation nicht kollektiv im Glauben an , weder amtlich noch offiziell, und dieser Glaube war auch nicht die Basis der Staatsgründung oder des politischen Systems. Der einzige Bund, der jetzt noch zu Gott führt, geht nach seiner Überzeugung über den Messias. In der Offenbarung heißt es, dass das Lamm geschlachtet ist von Grundlegung der Welt (Offenbarung 13,8) — es stand also schon im Ratschluss Gottes, dass der Messias sein Leben geben wird.

Zurück ins erste Buch Mose: Das Paradies wurde geschaffen, aber die Schlange war bereits im Garten. Für Steve Okunola heißt das, es muss eine Kontroverse gegeben haben, bevor Adam den Baum überhaupt anfasste, denn diese Schlange befand sich schon in einem gefallenen Zustand und hat Adam und Eva dazu gebracht, gegen Gott zu sündigen. Diese Kontroverse wird auf der Erde gelöst, und zwar durch den (1. Mose 3,15), dem der gegenübersteht. Der Messias stirbt für die Menschheit und erweist sich dadurch als der wahre König über die, die auf der Erde treu zu ihm gehalten haben. Dass der Drache in Offenbarung 12 die Knechte zu töten sucht, ist für ihn dieselbe Kontroverse, die vor Eden angefangen hat.

Dabei bleibt der Mensch frei. Es gibt keine Manipulation vom Schöpfer her, keine Menschen, die gegen ihren Willen etwas tun müssten, damit ein Plan aufgeht. Jeder lebt nach seiner Fasson, jeder tut, was er möchte, und ausgerechnet über das vollkommen freie Denken des Menschen, der sich abkehrt, kommt Gottes Plan dennoch zustande. Gott ist wahrhaftig zornig über die Abkehr, und dennoch kommt gerade durch das freie Handeln der Menschen sein Plan zustande. Sein Zorn ist nicht gespielt, nicht bloß eine eingeplante Rolle im Ablauf; er ist echt zornig darüber, dass man ihn verlässt, sein Wort missachtet und es wagt, ihm den Rücken zu kehren.

Rein technisch, sagt Steve Okunola in einem Gedankenspiel, wäre auch ein anderer Weg denkbar gewesen: Hätte Israel als Nation die Tora gehalten und wäre auf dem Pfad geblieben, dann wäre Gott dauerhaft inmitten seines Volkes geblieben, in der Stiftshütte und im Tempel, in den die Herrlichkeit eingezogen ist (1. Könige 8). Die Friedenszeit unter Salomo zeigt, wie so etwas aussehen kann, doch sie ist nur ein Ausblick auf das ewige Reich. Die Nationen wären gekommen, weil sie den Segen gesehen hätten. Es kam anders, und der Weg der Erlösung führt über den Samen.

Wie Gott alles wiederherstellt, sagt das Lied selbst: Mein ist die Rache und die Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuß wanken wird; denn nahe ist der Tag ihres Verderbens (5. Mose 32,35). Und weiter: Seht nun, dass ich es bin und kein Gott neben mir. Ich töte, und ich mache lebendig; ich zerschlage, und ich heile; und niemand ist, der aus meiner Hand rettet (5. Mose 32,39). Gericht und Segen treffen dabei beide Seiten, den Juden zuerst und ebenso den Heiden, je nachdem, wer wie wandelt. Das Ende des Liedes ist erstaunlicherweise kein Fluch, sondern ein Jubelruf: Jubelt, ihr Nationen, mit seinem Volk! Denn er wird das Blut seiner Knechte rächen und Rache erstatten seinen Feinden und Sühnung tun für sein Land, für sein Volk (5. Mose 32,43). Das Volk, das dort jubelt, ist der , der übrig geblieben ist, nachdem der Zorn entfacht wurde. Beim fünften Siegel schreit das Blut unter dem Altar (Offenbarung 6,9-10) — das sind die, die in der Drangsal gequält und getötet wurden, und er wird sie retten und rächen. Nur die Wahrhaftigen, die Gott lieben und zu ihm stehen, werden überleben. Die eigentliche Frage ist, wer wirklich zu Gott gehört, und das kann nur jeder für sich selbst prüfen.

Genau da wird Steve Okunola deutlich. Es gab Aufrufe, ein Blutmond zu einem Festtag sei womöglich der Beginn der Drangsal, man möge sich irgendwo sammeln; und es gab in Amerika die angekündigte Wiederkunft an einem bestimmten Maitermin, für die Menschen überall Werbung machten. Findige Firmen boten daraufhin an, sich nach der Entrückung um die zurückbleibenden Haustiere zu kümmern, und Menschen schlossen tatsächlich solche Verträge ab und bezahlten dafür. Passiert ist nichts. Steve Okunola sagt, er starre auf die Wand und verstehe es nicht: In der Minute, in der jemand in den Bus steigt, um an einen geheimen Ort zu pilgern und dort selbst in Sicherheit zu kommen, ohne Freunde, Verwandte oder sonst jemanden mitzunehmen, sagt er mit seiner Handlung schon aus, dass die Sache nicht stimmt. Wer sich allein in Sicherheit bringt und Freunde und Verwandte zurücklässt, zeigt schon durch diese Handlung, dass er nicht zum Überrest gehört. Der Charakter und die Art, wie wir miteinander umgehen, sind das Indiz dafür, ob wir Gott anbeten.

Darum die Gegenfrage: Wer hält eigentlich die Festtage? Wie viele Festtage hat Abraham gefeiert, und wann wurde er beschnitten? Die Verheißungen bekam er in 1. Mose 12 und 1. Mose 15, die Beschneidung folgte erst in 1. Mose 17. Er hatte weder Festtage noch die Tora vom Berg Sinai, sondern seinen Charakter und seinen Gehorsam. Er wandelte mit Gott, und das machte ihn zum Freund Gottes. Was Gott sucht, ist Charakter und Anbetung: Abraham empfing die Verheißungen wegen seines Wandels, lange vor Beschneidung, Festtagen und Sinai. Wenn unsere Anbetung nicht so ist, wie Gott sie will, sieht Gott sie als Götzendienst, und deswegen wird das Feuer entfacht. Steve Okunola sagt es ohne Umschweife: Geh auf die Knie und bete Gott so an, wie er es meint, statt E-Mails darüber zu schreiben, welchen Neumond wir jetzt genau suchen oder wie man die Sukka baut, wenn man bei den Eskimos wohnt. Das kannst du machen, nachdem vieles andere behoben ist — dein Charakter, deine Wege, deine Gedanken, die Art, wie du bist. Wenn das unter Dach und Fach ist und du dann noch Zeit hast, denk darüber nach.

Das Lied endet mit einer Mahnung, die Mosche vor den Ohren des ganzen Volkes ausspricht: Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben; und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Lande, wohin ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen (5. Mose 32,47). Danach ergeht der letzte persönliche Befehl an Mosche: Er soll auf den im Land Moab steigen, gegenüber von Jericho, das Land Kanaan sehen und dort sterben, wie sein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist. Der Grund wird klar benannt: Weil sie am Haderwasser von in der Wüste Zin treulos gehandelt und Gott inmitten der Kinder Israel nicht geheiligt haben. Denn vor dir sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht hineinkommen in das Land, das ich den Kindern Israel gebe (5. Mose 32,52). Beschlossene Sache: Mosche kommt nicht hinein.

Damit ist die offizielle Schabbat-Lesung des Jahres abgeschlossen. Die nächste Portion, mit den Segnungen in 5. Mose 33 und 34, wird typischerweise nicht an einem Schabbat gelesen, sondern innerhalb des Festes. Was bleibt, ist die Summe der Lehre am Ende der Tora: Israel wird sich abkehren, Gottes Zorn wird entfacht, die ganze Welt wird hineingezogen — und am Ende wird er sein Land vergeben und seine Knechte erlösen, damit wir geläutert werden, von den Götzen loskommen und unserem Vater in allem die Ehre geben.

Kernaussagen

01 Nicht die Not, sondern die Sattheit bringt Israel zu Fall.
02 Ein Volk kann hoch entwickelt, gebildet und militärisch stark sein und vor Gott dennoch ein Nicht-Volk bleiben, wenn sein ganzer Ratschluss ohne Gott, ohne Tora und ohne Verbindung zum Messias gegründet ist.
03 Gottes Zorn ergreift die ganze Welt, weil das Volk, das den Nationen die Anbetung zeigen sollte, sich den Götzen zugewandt hat.
04 Keine Blutlinie erlöst — nur wer Gott in Wahrheit und im Geist anbetet, gehört wirklich zu ihm.
05 Gott ist wahrhaftig zornig über die Abkehr, und dennoch kommt gerade durch das freie Handeln der Menschen sein Plan zustande.
06 Wer sich allein in Sicherheit bringt und Freunde und Verwandte zurücklässt, zeigt schon durch diese Handlung, dass er nicht zum Überrest gehört.
07 Was Gott sucht, ist Charakter und Anbetung: Abraham empfing die Verheißungen wegen seines Wandels, lange vor Beschneidung, Festtagen und Sinai.

Fragen

Erst selbst überlegen — die Lösung erscheint nach dem Klick.

Ebene 1 · Verständnis

Wofür steht der Name Ha'asinu, und welche Aufgabe hat das Lied Mosches für Israel?

Ha'asinu heißt „Gebt Gehör!" und stammt aus dem ersten Vers, in dem Mosche Himmel und Erde als Zeugen anruft. Das Lied wurde bereits in der Portion zuvor angekündigt und soll Israel im späteren Abfall daran erinnern, dass alles, was über das Volk kommt, daher rührt, dass es sich von Gott distanziert hat.

In welchem Zustand kehrt sich Israel nach dem Lied von Gott ab?

Nicht in der Not, sondern in der Sattheit. Gott hat das Volk sicher durch die Wüste geführt, in das Land gebracht, das von Milch und Honig fließt, und wie seinen Augapfel behütet. Genau dort wird Jeschurun fett, dick und feist, verlässt Gott und verachtet den Fels seiner Rettung.

Was ist mit dem Nicht-Volk gemeint, durch das Gott Israel zur Eifersucht reizt?

Nicht ein barbarisches, rückständiges Volk. Steve Okunola beschreibt es als möglicherweise industriell, technisch fortschrittlich, gut organisiert, gebildet und militärisch stark, aber ohne Gott, ohne Tora, ohne Moral und ohne Verbindung zum Messias. Weil sein ganzer Ratschluss auf nichts gegründet ist, gilt es vor Gott als nichtig, und aus dieser Sicht fällt jede Nation unter diese Kategorie.

Welche These vertritt Steve Okunola zum Ursprung der Drangsal?

Er hat vor etwa sieben Jahren die ausdrücklich als eigene These gekennzeichnete Vermutung aufgestellt, dass die Drangsal über die ganze Welt kommt, weil die Gemeinde nicht tut, was sie tun soll: der Zustand in Gemeinden, Kirchen und messianischen Kreisen, in Ehen und Kindererziehung, im Umgang miteinander. Ha'asinu untermauert für ihn dieses Muster, weil dort Gott die ganze Welt wegen dieser einen Kontroverse richtet.

Warum rettet nach dem Studientext keine Blutlinie?

Weil die Schrift selbst zeigt, dass Abstammung niemanden erlöst: Esau und Ismael stammen von Abraham ab, ebenso die Könige von Juda und das Nordreich, die Gott verworfen hat. Entscheidend ist die Anbetung in Wahrheit und im Geist. Steve Okunola hält fest, dass Israel als Nation seit zweitausend Jahren nicht kollektiv an Jeschua glaubt und dass der einzige Bund, der jetzt noch zu Gott führt, über ihn geht.

Warum darf Mosche das Land nicht betreten?

Weil er und Aaron am Haderwasser von Meriba-Kadesch in der Wüste Zin treulos gehandelt und Gott inmitten der Kinder Israel nicht geheiligt haben. Mosche soll auf den Berg Nebo im Land Moab steigen, gegenüber von Jericho, das Land sehen und dort sterben, wie sein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist.

Ebene 2 · Bibelstellen

Lies 5. Mose 32,10-18: Mit welchen Bildern beschreibt der Text Gottes Fürsorge, und womit antwortet Israel darauf?

Gott findet das Volk in der Wüste, umgibt es, gibt acht auf es und behütet es wie seinen Augapfel; er trägt es und nährt es reichlich. Israel antwortet mit Fettwerden und Ausschlagen, reizt Gott durch fremde Götter und Gräuel und opfert Dämonen, die nicht Gott sind, neu aufgekommenen Göttern, die die Väter nicht verehrt haben.

Lies 5. Mose 32,39-43: Welche beiden Seiten schreibt Gott sich selbst zu, und was wird den Nationen am Ende zugerufen?

Er tötet und macht lebendig, er zerschlägt und heilt, und niemand rettet aus seiner Hand; er erhebt seine Hand zum Himmel, schwört, dass er ewig lebt, und schärft sein blitzendes Schwert zum Gericht. Am Ende steht der Ruf, dass die Nationen mit seinem Volk jubeln sollen, weil er das Blut seiner Knechte rächt, seinen Feinden vergilt und für sein Land und sein Volk Sühnung tut.

Lies 1. Mose 3,15 und Offenbarung 12,13-17: Wie hängen der Same der Frau und der Drache zusammen?

In 1. Mose 3,15 setzt Gott Feindschaft zwischen die Schlange und die Frau und zwischen ihren Samen; der Same der Frau zertritt den Kopf der Schlange. In Offenbarung 12 verfolgt der Drache die Frau und führt Krieg mit den Übrigen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten. Es ist dieselbe Kontroverse, die vor Eden begonnen hat und bis in die letzte Zeit hinein ausgetragen wird.

Ebene 3 · Vertiefung

Wo zeigt sich in deinem Leben die Gefahr der Sattheit, dass es dich also gerade dann am wenigsten nach Gott verlangt, wenn es dir gut geht?

Keine feste Lösung — zur Selbstprüfung: Geh die letzten Monate durch und frage, wann dein Gebet und dein Lesen am dünnsten waren. War es in der Krise oder in der Bequemlichkeit? Jeschurun fiel nicht in der Wüste, sondern im fetten Land.

Beschäftigst du dich lieber mit Kalender- und Detailfragen als mit deinem Charakter?

Keine feste Lösung — zur Selbstprüfung: Zähle ehrlich, wie viel Zeit und Energie in Streitfragen über Termine, Auslegungen und Abgrenzungen fließt und wie viel in Umgang, Ehrlichkeit, Vergebung und Geduld gegenüber den Menschen um dich herum. Abraham hatte weder Kalender noch Sinai, aber er wandelte mit Gott.

Wenn morgen eine Notzeit begänne: Wen würdest du mitnehmen, und was sagt deine Antwort über dich aus?

Keine feste Lösung — zur Selbstprüfung: Steve Okunola macht die Rechnung an einem einzigen Punkt fest, nämlich daran, ob jemand nur auf sich selbst bedacht losziehen würde. Frage dich, für wen du Verantwortung trägst und wen du in deinen Plänen schlicht nicht vorgesehen hast.

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