Glossar
Alle Begriffe aus den bisher veröffentlichten Paraschot, gesammelt an einem Ort.
343 Begriffe
1
1. Johannes 2,16
Augenlust, Fleischeslust, hoffärtiges Leben; deckt sich mit den drei Aspekten der Versuchung in 3,6.
aus Bereschit →
1. Korinther 11
Gott – Christus – Mann – Frau; Grundlage für das Verständnis der folgenden Kapitel.
aus Bereschit →
A
Aaron
Der Bruder Moses und Leiter des Volkes; nach dem goldenen Kalb zürnte Gott ihm so sehr, dass er ihn vertilgen wollte — durch Moses Fürbitte wurde er bewahrt (5. Mose 9,20).
aus Ekev →
Abfindung
Neue Bestimmung, dem im siebten Jahr freigelassenen Sklaven reichlich mitzugeben, damit er sein Leben wieder aufbauen kann (5. Mose 15,13-14).
aus Reeh →
Achol tochel
die doppelte Verbform „gewisslich essen" (2,16); hebräische Betonungsform.
aus Bereschit →
achten Tag
Tag der Beschneidung des Knaben; prophetisch für die Ewigkeit, in der das Fleisch abgetan ist.
aus Tazria →
Adonai
respektvolle Anrede für Gott, wörtlich eine Mehrzahlform, die Abraham benutzt, als er die drei Männer erkennt.
aus Wajera →
Akedah
„Bindung"; die Bindung Isaaks steht dafür, dass alles, was uns lieb ist, gebunden werden muss, damit nichts sich über die Beziehung zu Gott erhebt.
aus Wajera →
Akev
sprachliche Verbindung zum späteren Namen Jakob; als offener Faden für spätere Portionen markiert.
aus Bereschit →
Ala
Hebräische Wurzel für hinaufgehen; dasselbe Wort steht hinter dem Brandopfer, das zu Gott aufsteigt.
aus Lech Lecha →
Aleph und Taw
erster und letzter Buchstabe des hebräischen Alphabets, im Objektmarker et vor „Himmel" und „Erde"; Bezug zu „Alpha und Omega" und Kolosser 1,15–17.
aus Bereschit →
Alltag
Nach Steve Okunola der eigentliche Gottesdienst: wie ich arbeite, einkaufe, entscheide, mit Menschen umgehe und mein Haus führe — nicht nur der Schabbat.
aus Waetchanan →
Amalek
Das Volk, das Israel nach dem Auszug aus Ägypten hinterrücks angriff und die Schwachen und Müden niedermachte; sein Andenken sollte ausgelöscht werden.
aus Ki Teze →
Arar
Der starke, verdammende Fluch, der über die Schlange, über Kain, über den Erdboden und in dieser Portion über Kanaan ausgesprochen wird.
aus Noach →
Arar
Der schwere, ausweglose Fluch, den Gott über die Schlange, über Kain und über den Erdboden ausgesprochen hat.
aus Lech Lecha →
arum
„nackt" (2,25) und „listig" (3,1): dasselbe hebräische Wort für Unschuld einerseits, bewusste List andererseits.
aus Bereschit →
Aschera-Standbild
Kultpfahl der kanaanäischen Göttin Aschera; ihn neben dem Altar aufzustellen ist das Bild dafür, dass neben der Anbetung Gottes noch etwas anderes steht.
aus Schoftim →
Augapfel
Bild für die äußerste Schutzbedürftigkeit und Kostbarkeit, mit der Gott sein Volk in der Wüste behütet hat.
aus Haasinu →
Aus- und Eingehen
Hebräische Redewendung für das Führen eines Volkes; Mosche sagt, er könne es nicht mehr tun (5. Mose 31,2).
aus Wajelech →
Aussatz
der Hautbefund aus 3. Mose 13; im Lehrtext das Bild für die ausbrechende Sünde, die um sich greift und den geistigen Leib zerfrisst.
aus Tazria →
Aussatz
Die Hautplage aus 3. Mose 13; in Ki Tetze verbunden mit der Mahnung, alles zu tun, was die Priester sagen — für Steve Okunola ein Bild für das Hören auf geistliche Leitung.
aus Ki Teze →
außerhalb des Lagers
dorthin wird der Sündopfer-Stier gebracht und verbrannt; erfüllt in Jeschua, der außerhalb des Tores litt (Hebräer 13,11–13) und in ein unbenutztes Grab gelegt wurde.
aus Wajikra →
außerhalb des Lagers
Ort des Unreinen; Bild für die Entfernung aus Gottes Gegenwart. Demütigung mit dem Ziel der Umkehr.
aus Tazria →
Avar
Hebräisch für überqueren, hinübergehen; davon leiten sich Eber und die Hebräer ab, die Hinübergegangenen.
aus Noach →
Awram
Abrahams ursprünglicher Name; ihm wird zugesagt, dass aus ihm der verheißene Same und eine große Nation hervorgehen.
aus Wajera →
B
Baal-Peor
Götze, dem ein Teil Israels durch die Verführung Midians nachlief; wer ihm folgte, wurde vertilgt, wer JHWH anhing, blieb am Leben (5. Mose 4,3-4).
aus Waetchanan →
Baale Brit
Bundesgenossen; die Männer um Mamre, die durch einen Bund mit dem Haus Abrahams verbunden waren und mit in den Krieg zogen.
aus Lech Lecha →
Babylon
Das von Nimrod gegründete Reich, das in der Schrift durchgehend als Widersacher des Volkes Gottes auftritt und in der Offenbarung zum Bild für die verführerische Welt wird.
aus Lech Lecha →
Babylon
Die Gegend um Ur in Chaldäa und Haran, aus der Abrahams Verwandtschaft stammt; in der Prophetie zugleich das System, aus dem heraus die Gläubigen gerufen werden.
aus Chaje Sara →
Badal
„trennen, scheiden"; durchgehendes Motiv der Schöpfung, angewandt auch auf die Trennung von der alten Natur in der Erlösung.
aus Bereschit →
Bana
„bauen"; die Erschaffung der Frau aus der Rippe, drittes Schöpfungsverb neben Bara und Jazar.
aus Bereschit →
Bann
Das dem Untergang Geweihte: Die Götzenbilder samt ihrem Silber und Gold sollten verbrannt und nicht ins Haus gebracht werden, damit Israel nicht selbst zum Bann wird (5. Mose 7,25-26).
aus Ekev →
Bann
Vollständige Vernichtung einer zum Götzendienst abgefallenen Stadt samt allem Besitz; nichts davon durfte am Eigenen haften bleiben.
aus Reeh →
Bara
„schaffen", exklusiv für Gott; erscheint dreimal in Bereschit: Himmel/Erde (1,1), Taninim (1,21), Mensch (1,27, dreifach wiederholt).
aus Bereschit →
Baum der Erkenntnis
eigene Bestimmung von Gut und Böse statt Gottes Weg; kann selbst äußerlichem Torahalten ohne erneuertes Herz ähneln.
aus Bereschit →
Baum des Lebens
Teilhabe am Leben Jeschuas — Gegenstück zum Baum der Erkenntnis; wird durch die Kerubim bewahrt.
aus Bereschit →
Beer-Lachai-Roi
Brunnen, an dem Hagar dem lebendigen Gott begegnete, der sie sah (1. Mose 16,13-14); von dort kommt Isaak, als er Rebekka begegnet.
aus Chaje Sara →
Beistand
Bezeichnung Jeschuas für den Heiligen Geist, den der Vater sendet und der in die ganze Wahrheit unterweist (Johannes 14,16.26).
aus Chaje Sara →
Berg Ebal
Berg, auf dem die Tora auf Steine geschrieben und die Flüche ausgerufen wurden — und auf dem zugleich ein Altar für Opfer stand (5. Mose 27).
aus Wajelech →
Berg Nebo
Berg im Land Moab gegenüber Jericho, auf dem Mosche das Land sehen darf, ohne es zu betreten, und auf dem er stirbt.
aus Haasinu →
Berg Nebo
Berg im Land Moab, von dem aus Mosche das verheißene Land sah und auf dem er starb.
aus Wesot Haberacha →
Beschneidung des Herzens
das eigentliche Ziel der physischen Beschneidung; verweist auf 5. Mose 10, das Fleisch abzutun.
aus Wajera →
Bethlehem
Geburtsort des Messias; „kein Platz in der Herberge" als Bild der Haltung, für das Reich Gottes nichts übrig zu haben.
aus Wajikra →
Bilderverbot
Das Verbot, sich ein Abbild Gottes zu machen; der erste Schritt in den Götzendienst, dessen wahre Natur am Ende in völliger Korruption offenbar wird.
aus Waetchanan →
Blaupause
Bild dafür, dass keine Generation der nächsten eine fertige Detailanleitung hinterlassen kann: Die Prinzipien der Gebote bleiben, ihre Anwendung muss jede Generation in ihrer Kultur und Technik neu finden.
aus Waetchanan →
Blindheit
trifft die Männer von Sodom; im Hebräischen eher geistige Verwirrung als körperliche Blindheit, verglichen mit 2. Thessalonicher 2.
aus Wajera →
Blut
die „Frucht" des Opfervorgangs; es erwirkt Sühnung auf dem Altar, weil das Unschuldige für den Schuldigen gestorben ist.
aus Wajikra →
Brandopfer
„das, was aufsteigt zu Gott"; männlich, ohne Fehl, geht ganz auf. Bild der völligen Hingabe des Lebens — damit beginnt alles.
aus Wajikra →
Brandopfer
Opfer der völligen Hingabe: das Tier wird ganz aufgegeben. Erster Schritt der Rückkehr.
aus Tazria →
Brandopferaltar
Der Altar im Vorhof des Heiligtums, auf dem die Opfer dargebracht wurden — ein Götzenpfahl direkt daneben wäre das Bild völliger Vermischung.
aus Schoftim →
Braut
Rebekka als Vorausbild der Gläubigen aus den Nationen, die der Geist Gottes zum Sohn der Verheißung führt.
aus Chaje Sara →
Braut des Messias
Bild für die Gläubigen/die Gemeinde, die zur Gemeinschaft im Heiligtum zurückkehren will.
aus Tazria →
Brautpreis
Die Summe von fünfzig Schekel Silber, die ein Bräutigam dem Vater der Braut zahlte.
aus Ki Teze →
Buchstabe der Tora
Das punktierte, geschriebene Verständnis der Gebote — wann der Schabbat beginnt, Speisegebote, Abgaben, Festtage; nach Steve Okunolas Deutung sinnbildlich in Mose verkörpert, der nicht ins Land durfte: Es braucht das Geistige dazu.
aus Devarim →
Bundeslade
Truhe im Allerheiligsten, in der die Tafeln mit den zehn Worten liegen und an deren Seite das Buch der Tora gelegt wird.
aus Wajelech →
Buße
Nicht die bloße Einsicht, dass Gott fehlt, sondern die tatsächliche Umkehr von einem Lebensweg zurück zu Gott.
aus Wajelech →
C
Chalal
Hebräische Wurzel für anfangen, die zugleich entweihen oder sich verunreinigen bedeuten kann; sie steht bei Noahs Anfang als Ackersmann.
aus Noach →
Chen
Hebräisch für Gnade; Steve Okunola sieht eine mögliche Verbindung zur Wurzel des Zeltaufschlagens: Gnade hieße dann konkret, bei Gott wohnen zu dürfen.
aus Noach →
Cherubim
die Engelwesen, die nach Adams Sünde den Weg zum Baum des Lebens versperrten (1. Mose 3,24); auf dem Parochet erinnern sie an die Trennung durch die Sünde.
aus Tazria →
D
Dahingeben
Gottes Gericht, Menschen ihren eigenen Begierden und falschen Göttern zu überlassen, wenn sie nicht gehorchen wollen (vgl. Römer 1).
aus Reeh →
Deuteronomium
Der über das Griechische und Lateinische überlieferte Name des fünften Buches Mose, verstanden als „das Gebot zum zweiten Mal", weil die Tora hier für die neue Generation wiederholt scheint.
aus Devarim →
Devarim
Hebräischer Name des fünften Buches Mose und dieser Portion, nach den Anfangsworten „Dies sind die Worte" (5. Mose 1,1).
aus Devarim →
Drangsal
Die endzeitliche Bedrängnis, durch die die Gläubigen hindurchmüssen und in der sich zeigt, wer wirklich auf Gott vertraut.
aus Reeh →
Drangsal
Der lange Prozess der Bedrängnis, der nach Steve Okunolas Deutung vor dem Volk Gottes liegt, bis der verheißene Prophet kommt und alles wieder herrichtet.
aus Schoftim →
Drangsal
Die weltweite Not- und Gerichtszeit, in der Gott die Welt heimsucht und seine Knechte läutert, bevor er alles wiederherstellt.
aus Haasinu →
E
Edom
Land der Nachkommen Esaus, auch Seir genannt; Israel durfte es nicht angreifen, und aus seiner Stadt Bozra kommt der Herr nach Jesaja 63 zum Gericht zurück.
aus Wesot Haberacha →
Efron
Hethitischer Grundbesitzer, von dem Abraham Feld und Höhle kauft; die Wurzel seines Namens hängt mit dem Wort für Staub zusammen.
aus Chaje Sara →
Egla arufa
Die junge Kuh, der bei einem ungeklärten Mord im Tal das Genick gebrochen wird (5. Mose 21,1-9) — kein Opfer, sondern Zeichen, dass Gottes Gerechtigkeit bedient werden muss.
aus Schoftim →
einen Überrest herauszuholen
die Aufgabe der beiden Engel bei Lot; Parallele zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Matthäus 13).
aus Wajera →
Ekev
Wörtlich „weil" bzw. „aufgrund dessen" (5. Mose 7,12); Namensgeber der Portion: Weil Israel die Rechte hört, beobachtet und tut, bewahrt Gott den Bund und die Güte, die er den Vätern geschworen hat.
aus Ekev →
El Schaddai
Gott der Allmächtige; der Name, unter dem Gott dem neunundneunzigjährigen Abram erscheint.
aus Lech Lecha →
El-Roi
Der Gott, der mich sieht; der Name, den Hagar nach der Begegnung am Brunnen ausspricht.
aus Lech Lecha →
Elf Tagereisen
Die eigentliche Reisedauer vom Horeb bis Kadesch-Barnea (5. Mose 1,2) — durch die Widerspenstigkeit des Volkes wurden 40 Jahre daraus.
aus Devarim →
Elieser
Der älteste Knecht Abrahams aus Damaskus (1. Mose 15,2); sein Name bedeutet, dass Gott seine Hilfe und sein Beistand ist.
aus Chaje Sara →
Elieser von Damaskus
Abrams Hausknecht, der ohne eigenen Sohn sein Erbe geworden wäre.
aus Lech Lecha →
Elohim
Elohim: Name im Kontext von Gericht/Unbekanntheit; JHWH: Bundesname im Kontext von Nähe. Die Schöpfungsgeschichte verwendet nur Elohim.
aus Bereschit →
Elohim
der Gottesname, der erscheint, wenn Gott mit denen spricht, die nicht im Bund stehen, etwa Abimelech.
aus Wajera →
Emuna
Hebräisch für Glaube, aus derselben Wurzel wie Amen; gemeint ist Festigkeit und Verlässlichkeit, nicht bloß eine innere Meinung.
aus Lech Lecha →
Erev
„Abend" und „vermischen"; homiletische, nicht streng exegetische Verbindung zum Thema Vermischung vor der Sintflut.
aus Bereschit →
Erlassjahr
Das siebte Jahr, in dem Schulden erlassen wurden (5. Mose 15,1-2); seine Nähe durfte kein Vorwand sein, dem Armen nicht zu leihen.
aus Reeh →
Erstgeburtsrecht
Der Anspruch des erstgeborenen Sohnes auf den doppelten Erbanteil, unabhängig davon, ob seine Mutter die geliebte oder die ungeliebte Frau ist.
aus Ki Teze →
Erstgeburtsrecht
Vorrangstellung des ältesten Sohnes, die Ruben durch seine Tat am Lager seines Vaters verlor.
aus Wesot Haberacha →
Erstlinge
Die ersten Erträge von Korn, Most, Öl und Schur, die neben den Anteilen an den Schlachtopfern den Priestern zustanden (5. Mose 18,4).
aus Schoftim →
Essenz der Tora
Das Geistige und Moralische als Sinn und Zweck der Tora; zusammengefasst in der Liebe zu Gott mit ganzem Herzen (5. Mose 6,5).
aus Devarim →
F
Falscher Prophet
Jemand, der mit Träumen, Zeichen und Wundern auftritt, aber vom Weg der Gebote Gottes wegführt; Gott lässt ihn als Prüfung der Liebe zu ihm zu.
aus Reeh →
Familie
Mann, Frau und Kinder als erste Einheit der Gesellschaft; der Ort, an dem das Gebot zuerst gelebt und den Kindern eingeschärft wird.
aus Waetchanan →
Feigenblätter
selbstgemachte Bedeckung der Scham; Bezug zum Feigenbaum als Bild für Israel — eigene statt geschenkte Gerechtigkeit.
aus Bereschit →
Fels
Bild für Gott als den unverrückbaren Grund der Rettung Israels, den Jeschurun verachtet.
aus Haasinu →
Feminismus
Nach Steve Okunola kein bloßes politisches Anliegen, sondern ein Geist, der die von Gott eingesetzte Ordnung von Leiten und Hören umkehren will.
aus Ki Teze →
Fluch des Gehängten
Wer nach einem todeswürdigen Verbrechen getötet und ans Holz gehängt wurde, galt als von Gott verflucht; sein Leichnam durfte nicht über Nacht hängen bleiben.
aus Ki Teze →
Fremdling
Gott liebt den Fremdling und gibt ihm Brot und Kleidung, und Israel soll ihn ebenso lieben (5. Mose 10,18-19) — keine Exklusivität, sondern Auftrag, auch die Nationen zum wahren Gott zu führen.
aus Ekev →
Fremdling und Beisasse
Abrahams Selbstbezeichnung vor den Hethitern (1. Mose 23,4): Er lebt ohne Landbesitz im Land, das ihm verheißen ist.
aus Chaje Sara →
Friedensopfer
das zentrale Opfer; führt zum Gemeinschaftsmahl. Voraussetzung: Brandopfer und Speisopfer sind „intakt".
aus Wajikra →
G
Gamal
Hebräische Wurzel des Wortes Kamel; sie trägt auch die Bedeutung entwöhnen sowie jemandem Gutes erweisen und vergelten.
aus Chaje Sara →
Gehilfin
Die Rolle, die Gott der Frau nach 1. Mose 2,18 zuweist: Sie steht dem Mann in seinem Auftrag bei — Gehilfin, nicht Leiterin.
aus Ki Teze →
Gerar
der Ort, an dem Abraham sich aufhielt; trägt dieselben Buchstaben wie das hebräische Wort für „Fremdling".
aus Wajera →
Gerizim und Ebal
Die beiden Berge bei Sichem, von denen beim Einzug ins Land Segen und Fluch über Israel ausgerufen wurden (5. Mose 11,29; 5. Mose 27; Josua 8).
aus Reeh →
Gesetzesfeuer
Bild aus 5. Mose 33,2 für die Tora, die aus der Rechten Gottes für sein Volk hervorging.
aus Wesot Haberacha →
Gleichnis vom Sämann
Gleichnis Jesu (Matthäus 13): Derselbe Same fällt auf den Weg, auf Fels, unter Dornen und auf gutes Land — nur ein Teil bringt Frucht; ein Bild dafür, wie Menschen auf die Essenz der Tora reagieren.
aus Devarim →
Gleichnis von den zehn Jungfrauen
Gleichnis Jesu (Matthäus 25,1-13): Die törichten Jungfrauen waren nicht ungläubig, hatten aber kein Öl — Bild für einen Charakter, der nicht rechtzeitig geformt wurde.
aus Reeh →
Gnade
Gottes unverdientes Erbarmen; nach Steve Okunola war sie von Anfang an die Botschaft der Tora und nicht erst eine Zutat des Neuen Testaments.
aus Wajelech →
Goldenes Kalb
Inbegriff des Götzendienstes aus 2. Mose 32, der in dieser Portion als Erinnerung wiederholt wird; heute steht es nach Steve Okunola etwa für Materialismus oder das Nachjagen der Karriere.
aus Ekev →
Gomorra
trägt im Hebräischen dieselbe Wurzel wie das Wort für „gleich werden" (Jesaja 1,9); Bild für den Zustand, der ohne einen bewahrten Überrest droht.
aus Wajera →
Grenzstein
Markierung der Grundstücksgrenze, die nicht verrückt werden darf (5. Mose 19,14) — Bild für alle Grenzen, die Gott gesetzt hat.
aus Schoftim →
H
Ha'asinu
Name der Portion, hebräischer Imperativ „Gebt Gehör!", mit dem Mosche im ersten Vers Himmel und Erde als Zeugen anruft.
aus Haasinu →
Haasinu
Die vorhergehende Portion, das Lied Mosches, das prophetisch die Abwendung Israels ankündigt.
aus Wesot Haberacha →
Haftara
der zur Toraportion passende Prophetenabschnitt; auch von Jeschua in Lukas 4 vorgelesen.
aus Bereschit →
Halach
die Schlange soll auf dem Bauch „gehen" (Telech, von Halach), nicht „kriechen" (Ramas); Deutung: nach den eigenen Gelüsten wandeln statt nach Gott.
aus Bereschit →
Halsstarrigkeit
Die Hartnäckigkeit des Volkes, die Mosche als Grund nennt, warum die Tora überhaupt als Zeuge hinterlegt werden muss (5. Mose 31,27).
aus Wajelech →
Hand unter die Hüfte
Form des Schwurs in 1. Mose 24,2: Die Hand wird an den Bereich gelegt, aus dem die Nachkommen hervorgehen und der das Bundeszeichen der Beschneidung trägt.
aus Chaje Sara →
Handaufstützung
mehr als Übertragung: Identifikation und Zustimmung — „dieses Tier stirbt an meiner Stelle; ich will das Sündhafte aufgeben."
aus Wajikra →
Haus des Barfüßers
Der Schandname für die Familie eines Mannes, der die Schwagerehe verweigerte: Ihm wurde vor den Ältesten der Schuh ausgezogen und ins Gesicht gespuckt.
aus Ki Teze →
Hauskreis
Kleine Glaubensgemeinschaft im Alltag; nach Steve Okunola der nächste Schritt nach der eigenen Familie auf dem Weg zu einer homogenen Gruppe.
aus Schoftim →
He
Der hebräische Buchstabe, der Abram und Sarai gleichermaßen in den Namen gesetzt wird.
aus Lech Lecha →
He'emin
Das hebräische Wort für glaubte in 1. Mose 15,6; eine Veranlassungsform der Wurzel aman, wörtlich etwa: er veranlasste ein Amen.
aus Lech Lecha →
Hebräische Wurzeln
Beschäftigung mit hebräischer Sprache und Wurzelbedeutungen; Steve Okunola liebt die Sprache, rät aber davon ab, sie zur Lebensaufgabe zu machen — der Geist offenbart in der Schrift, die man kennt.
aus Schoftim →
Hebräische Wurzeln
Sammelbegriff für die Bewegung von Gläubigen, die zur Tora zurückkehren; Steve Okunola beobachtet dort viel Lehre, aber oft wenig geordneten Alltag.
aus Wajelech →
Henoch
der Siebte von Adam, „wandelte mit Gott", wurde hinweggenommen — im Kontrast zu Lamech, dem Siebten von Adam über Kains Linie.
aus Bereschit →
Herz der Nation
Nach Steve Okunola das eigentliche Problem hinter allen Instanzen: Solange das Herz nicht zu Gott ruft, hilft kein König — erst wenn es zurückkehrt, gibt es Gerechtigkeit.
aus Schoftim →
Herzensbeschneidung
Die innere Entsprechung zum Bundeszeichen; ohne sie bleibt die Beschneidung im Fleisch ohne Bedeutung.
aus Lech Lecha →
Herzensbeschneidung
Die Forderung aus 5. Mose 10,16: Beschneidet die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr — das Innere soll Gott gehören, nicht nur das Äußere.
aus Ekev →
Herzensbeziehung
Die Liebe zu Gott mit ganzem Herzen (5. Mose 6) als das, was das Gebot erfüllt; Furcht und bloße Verbote greifen nicht, wenn das Herz nicht dahinter ist.
aus Waetchanan →
Hier bin ich
„Hier bin ich"; Abrahams (und später Isaaks) Antwort, Ausdruck der Bereitschaft zum Dienst.
aus Wajera →
höchste Ziel
Gemeinschaft mit dem Schöpfer; der Maßstab, an dem sich jede Handlung erklären lassen soll.
aus Tazria →
Höhen
Selbstgewählte Kultstätten der Heiden an Orten, die sich heilig anfühlten — Bild für Anbetung nach eigenem Gutdünken statt nach Gottes Offenbarung.
aus Reeh →
Höhle Machpela
Das einzige Stück Land, das Abraham je besaß, gekauft als Grabstätte für Sara.
aus Lech Lecha →
Hüte dich
Nachdrückliche Befehlsform in 1. Mose 24,6; dasselbe hebräische Wort steht für das Bewahren und Bewachen des Gartens Eden (1. Mose 2,15).
aus Chaje Sara →
I
innerliche Trennung
Lots eigentlicher Zustand: nicht räumliche Distanz vom Haus Abraham, sondern eine Trennung des Herzens, während er äußerlich noch einen moralischen Kompass behielt.
aus Wajera →
Ismael
Sohn Abrams mit der Magd Hagar; sein Name bedeutet Gott hört, aber er ist nicht der Same der Verheißung.
aus Lech Lecha →
Ismael
das Produkt des fleischlichen Versuchs, die Verheißung aus eigener Kraft herbeizuführen; ahmt den Samen nach, ohne der Same zu sein.
aus Wajera →
Israel
Jod + Sar (herrschen) + El (Gott): „er wird mit Gott herrschen". Als Deutung gekennzeichnet, nicht gesichert.
aus Bereschit →
Israel
die Nation, die aus Abraham hervorgeht und durch die alle Familien der Erde gesegnet werden sollen.
aus Wajera →
Iwri
Hebräer, von der Wurzel avar, hinübergehen; die Bezeichnung weist darauf hin, dass Abram das Alte verlassen und hinübergesetzt hat.
aus Lech Lecha →
J
Jarad
Hebräische Wurzel für hinabsteigen; im Text steht sie für Abrams Weg nach Ägypten und deutet einen geistlichen Abstieg an.
aus Lech Lecha →
Jassar
Hebräisches Wort für ermahnen bzw. zurechtweisen, mit dem die Gebotsgabe verbunden ist; davon leitet sich die Idee des Musar ab.
aus Waetchanan →
Jehoschua
Josua, der Nachfolger Moses, der Israel ins Land führte; nach Steve Okunolas Deutung ein Sinnbild auf Jeschua, der uns durch diese Zeit bringt.
aus Devarim →
Jehoschua
Josua, der Nachfolger Moses, der Israel ins Land Kanaan führte; sein Name ist nach Steve Okunolas Deutung ein Sinnbild auf Jeschua, der uns ins verheißene Land führt.
aus Waetchanan →
Jehoschua
Vollform des Namens Joschua: der Gottesname verbunden mit der Wurzel für retten und erlösen — dieselbe Wurzel, aus der auch der Name Jeschua zusammengezogen ist.
aus Wajelech →
Jehoschua
Nachfolger Mosches, erfüllt mit dem Geist der Weisheit; er bringt Israel ins Land und trägt denselben Namen wie Jeschua.
aus Wesot Haberacha →
Jeschua
Der Messias, der als Same der Frau für die Menschheit stirbt und sich dadurch als der wahre König erweist.
aus Haasinu →
Jeschurun
Ehrenname für Israel, den das Lied ausgerechnet dort gebraucht, wo Israel fett wird und ausschlägt.
aus Haasinu →
Jitro-Prinzip
Ratschlag von Moses Schwiegervater (2. Mose 18): Vorsteher über Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn einsetzen, sodass nur die schweren Fälle nach oben weitergehen.
aus Schoftim →
Jizchak
Isaak, der verheißene Sohn Saras; der Name hängt mit dem Wort für lachen zusammen.
aus Lech Lecha →
K
Ka'et Chajah
„zum Zeitpunkt des Lebens"; die hebräische Formulierung für die Verheißung, dass Sara zur bestimmten Zeit gebären wird.
aus Wajera →
Kadesch-Barnea
Ort am Rand des Landes, von dem die Kundschafter ausgesandt wurden und an dem die Rebellion der ersten Generation begann (4. Mose 13–14).
aus Devarim →
Kadesch-Barnea
Der Ort, an dem Israel dem Befehl Gottes nicht glaubte und das Land nicht einnehmen wollte (5. Mose 9,23); Warnbild für Unglauben und Zurückweichen.
aus Ekev →
Kalal
Schwächeres hebräisches Wort für fluchen im Sinn von geringachten; nur diesen Fluch sagt Gott nach der Flut vom Erdboden ab, der starke Fluch bleibt bestehen.
aus Noach →
Kalal
Hebräisches Wort für leicht machen, schmähen, geringschätzen; die schwächere Form des Fluchens in 1. Mose 12,3.
aus Lech Lecha →
Kaphar
Hebräische Wurzel für bedecken, verwendet für das Pech der Arche und im Wort Jom Kippur: Versöhnung heißt, dass Gott die Sünden bedeckt und wegnimmt.
aus Noach →
Kapporet
der Sühnedeckel mit den Cherubim; von dort — und für das Volk am Brandopferaltar am Eingang — gilt: „dort werde ich mit dir reden."
aus Wajikra →
katar
die Wurzel beim Brand-, Speis- und Friedensopfer: Aromen steigen als lieblicher Geruch auf (wie Räucherwerk).
aus Wajikra →
Kedor-Laomer
König von Elam und Anführer der vier Könige im ersten großen Krieg der Bibel.
aus Lech Lecha →
Kerubim
bewahren den Weg zum Baum des Lebens; der Zugang wird erst in der Offenbarung wiederhergestellt.
aus Bereschit →
Ketura
Frau, die Abraham nach Saras Tod nimmt und die ihm weitere Söhne gebiert (1. Mose 25,1-4).
aus Chaje Sara →
Kichesch
„leugnen, täuschen"; das Wort für Saras Verleugnung, dass sie gelacht habe — dasselbe Muster wie Adam und Evas Schuldabweisung.
aus Wajera →
Kinder Het
Die Hethiter, unter denen Abraham in der Gegend von Hebron wohnt und mit denen er den Kaufvertrag schließt.
aus Chaje Sara →
kleine Gemeinschaften
Das biblische Modell nach Steve Okunolas Einschätzung: Jeschua lebte eng mit seinen Jüngern, die Gemeinden der Apostel waren klein und überschaubar — nur so kann Leben wirklich geteilt und geprüft werden.
aus Ekev →
Königsgesetz
Weisung aus 5. Mose 17: Ein künftiger König muss sich eine eigene Abschrift der Tora schreiben, ständig darin lesen und nach ihr regieren.
aus Devarim →
Königsgesetz
Gebot in 5. Mose 17,14-20, das den König selbst adressiert: Er soll eine Abschrift der Tora besitzen, alle Tage seines Lebens darin lesen und das Volk danach richten.
aus Schoftim →
Korban
hebr. „Opfergabe", von der Wurzel karav = nahen. Die Wörter für Schlachten (sawach) oder Altar (Misbeach) stecken nicht darin: Eine Opfergabe ist das, was mich Gott näher bringt.
aus Wajikra →
Kriegsgefangene
Eine im Krieg gefangene Frau, die ein Israelit heiraten wollte; sie erhielt dreißig Tage Trauerzeit und durfte niemals verkauft oder als Sklavin behandelt werden.
aus Ki Teze →
Kriegsgesetze
Ordnungen für den Krieg (5. Mose 20): Einer Stadt wird zuerst Frieden angeboten — ausgenommen allein die kanaanäischen Völker.
aus Schoftim →
Kriegsgesetze
Die Bestimmungen aus 5. Mose 20, wie Israel Krieg zu führen hatte: Frieden anbieten, wo Frieden möglich ist, aber mit den Völkern Kanaans keine Kompromisse schließen.
aus Ki Teze →
Kutonet
die Röcke von Fell (3,21); dasselbe Wort wie später für die Priestergewänder.
aus Bereschit →
L
Lebendiges Wasser
Bild Jeschuas für das, was den Menschen bleibend sättigt, im Unterschied zum Wasser, nach dem man immer wieder zurückkehren muss (Johannes 4,13-14).
aus Chaje Sara →
Lebensziel
Nach Steve Okunola die Grundlage, um die Gebote überhaupt praktizieren zu können: auf eigenen Beinen stehen, heiraten, eine Gemeinschaft suchen, ein Licht für Menschen sein, Stolz, Ego und Furcht ablegen, auf Gott vertrauen und ein Zeugnis sein.
aus Ekev →
Lech Lecha
Name der Portion, der Aufruf an Abram in 1. Mose 12,1: Geh für dich hinaus aus deinem Land, deiner Verwandtschaft und deines Vaters Haus.
aus Lech Lecha →
Lechem
„Brot" und „Krieg führen"; dieselben Konsonanten. „Brot ist Krieg" — Nahrung nur durch Mühsal.
aus Bereschit →
Legalismus
das äußerliche Halten von Vorschriften ohne inneren Glauben; im Bild Ismaels als fleischlicher Versuch, die Verheißung zu erlangen.
aus Wajera →
Lehrmeister
Bild aus Galater 3,24: Die Tora erzieht und führt auf den Messias hin, so wie Mosche seine Aufgabe an Joschua weitergibt.
aus Wajelech →
Levit
Angehöriger des Stammes Levi; an die Bundeslade selbst durften nur die Priester unter ihnen herantreten.
aus Wajelech →
Lied des Mosche
Der Gesang aus 5. Mose 32, den Israel auswendig lernen soll, damit er in allen Generationen an die Umkehr erinnert.
aus Wajelech →
Lied Mosches
Das schon in der Portion zuvor angekündigte Lied, das Israel lernen soll, damit es im späteren Abfall daran erinnert wird, wodurch das Unglück gekommen ist.
aus Haasinu →
Lied Mose
Das Lied am Ende des fünften Buches Mose (5. Mose 32), das die Kinder Israels lernen sollten, um im vorausgesagten Exil an Gott zurückzudenken.
aus Devarim →
Linie Kains
Die Nachkommenlinie Kains, die von der Schrift nicht weiterverfolgt wird, weil aus ihr keine Erlösung zu erwarten ist; sie bewahrt äußere Frömmigkeit bei innerer Abgeschnittenheit von Gott.
aus Noach →
Linie Kains
Nachkommenschaft, die von Gott abgeschnitten ist und ihre Hoffnung ganz auf Wirtschaft und Besitz setzt, bei äußerlichem frommem Schein.
aus Chaje Sara →
Linie Sets
Die Nachkommenlinie über Set, den Ersatz für Abel, aus der der verheißene Same kommen soll und die als Priesterlinie Salz und Licht für die Welt sein sollte.
aus Noach →
Lügengeist
Geist, der in 1. Könige 22 durch die vierhundert Hofpropheten des Königs redete, während der wahre Prophet Micha eingesperrt wurde — ein Bild für das zum Schweigen gebrachte Gewissen.
aus Reeh →
Lustgräber
Kibrot-Hattaawa, der Ort, an dem Israel durch seine Gier Gott erzürnte (5. Mose 9,22); Teil der Erinnerung an das Murren in der Wüste.
aus Ekev →
M
Machpela
Höhle auf dem Feld Efrons bei Hebron, die Abraham als Erbbegräbnis kauft; dort werden Sara, Abraham, Isaak, Rebekka, Lea und Jakob begraben.
aus Chaje Sara →
makellos
Anforderung an jedes Tieropfer; Botschaft an uns: charakterlich und moralisch intakt und rein sein.
aus Wajikra →
Malzeichen des Tieres
Das Gegenbild aus der Offenbarung: ein Zeichen an Hand und Stirn derer, deren ganzes Tun und Denken fern von Gott ist; wer versiegelt ist und nach Jeschuas Prinzipien lebt, kann es nicht annehmen.
aus Ekev →
Mamre
Die Terebinthen bei Hebron, wo Abraham sein Zelt aufschlägt und die zu seinem Hauptquartier werden.
aus Lech Lecha →
Mamre
der Ort, an dem Abraham stationiert war und ihm der Allmächtige erschien, kurz nach seiner Beschneidung.
aus Wajera →
Mamser
Bezeichnung für ein Kind, das unehelich oder nach verbreiteter Deutung aus Inzucht geboren wurde; es durfte nicht in die Versammlung des HERRN kommen.
aus Ki Teze →
Manna
Die Speise, mit der Gott Israel 40 Jahre auf übernatürliche Weise versorgte — zur Demütigung und Prüfung: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund JHWHs hervorgeht.
aus Ekev →
Marad
Hebräisch für rebellieren; die Wurzel im Namen Nimrods, der so viel bedeutet wie „wir werden rebellieren".
aus Noach →
Maschal
„herrschen"; den Himmelslichtern gegeben; verbunden mit Römer 10,4, Christus als Ziel (nicht „Ende") der Tora.
aus Bereschit →
Melchisedek
König von Salem und Priester Gottes des Höchsten; sein Name bedeutet mein König ist gerecht.
aus Lech Lecha →
Meriba
Haderwasser aus 4. Mose 20, wo Mosche den Felsen schlug, statt zu ihm zu reden — der Grund, warum er nicht über den Jordan gehen darf.
aus Wajelech →
Meriba-Kadesch
Das Haderwasser in der Wüste Zin, wo Mosche und Aaron Gott inmitten der Kinder Israel nicht geheiligt haben.
aus Haasinu →
Metzachek
die intensive Form von Tzachak; beschreibt Ismaels Verspotten Isaaks, aufgegriffen von Paulus in Galater 4.
aus Wajera →
Mi higid lecha
„Wer hat dir gesagt?" (3,11); von Steve Okunola erweitert gedeutet als „wen hast du dir an meiner Stelle gesetzt?"
aus Bereschit →
Minchah
„Geschenk/Opfergabe", allgemein für beide Brüder verwendet (4,3–4), obwohl es später (3. Mose 2) technisch das Speisopfer bezeichnet; der Kern ist die Herzenshaltung, nicht das Material.
aus Bereschit →
Mirjam
Schwester Moses; wegen Teilnahme an einer Lästerung sieben Tage aussätzig außerhalb des Lagers (4. Mose 12).
aus Tazria →
Mischpatim
Frühere Toraportion (2. Mose 21-24), in der die Freilassung des hebräischen Sklaven im siebten Jahr erstmals geboten wurde.
aus Reeh →
mit erhobener Hand
mutwillige, rebellische Sünde (4. Mose 15,30): für sie gibt es kein Opfer.
aus Wajikra →
Mittler
der Darbringende tut die Arbeit, aber nur der Priester bringt das Blut dar; wir werden nur durch den Mittler angenommen — unseren Hohepriester Jeschua.
aus Wajikra →
Mittler
Der eine Abgesonderte, der zwischen Gott und Volk vermittelt; im ersten Bund war das Mosche.
aus Wesot Haberacha →
Moab
die Völker, die aus der Verbindung von Lots Töchtern mit ihrem Vater hervorgehen; werden später zu Feinden Israels.
aus Wajera →
Modell
Israel als das Vorbild für das Volk Gottes, das ins verheißene Land zieht; Dreh- und Angelpunkt war das Halten der Gebote, was sich nach Steve Okunolas Verständnis in Jeschua erfüllt hat.
aus Ekev →
More
Name der Terebinthe bei Sichem, von der Wurzel jara, lehren, aus der auch das Wort Tora stammt.
aus Lech Lecha →
Mot tamut
die doppelte Verbform „gewisslich sterben" (2,17); ebenso stark betont wie das „gewisslich essen" — geistiger, nicht sofortiger körperlicher Tod gemeint.
aus Bereschit →
Mund zu Mund
Die besondere Art, wie Gott mit Mose redete (4. Mose 12,6-8): direkt, nicht in Visionen und Träumen wie mit anderen Propheten.
aus Schoftim →
Musar
Ermahnung; die Warnung, die Gebote zu halten, weil das Leben davon abhängt — etwas, das Menschen heute nur ungern hören.
aus Waetchanan →
Mutter der Gläubigen
Bezeichnung für Sara: Petrus nennt die Gläubigen ihre Kinder, wenn sie Gutes tun und sich nicht schrecken lassen (1. Petrus 3,6).
aus Chaje Sara →
Myriaden
Zehntausendschaften; im Segen die heiligen Engelscharen, mit denen Gott erscheint.
aus Wesot Haberacha →
N
Na wa-Nad
„unstet und flüchtig"; wird zum Namen des Landes Nod, in dem Kain sich niederlässt.
aus Bereschit →
nach und nach
Gottes Prinzip aus 5. Mose 7,22: Er treibt die Nationen allmählich aus, damit das Wild des Feldes sich nicht mehrt — geistlich gedeutet: Gott gibt Offenbarung und Anforderungen schrittweise, damit wir nicht übermannt werden.
aus Ekev →
Nacham
Hebräische Wurzel hinter „es reute Gott"; gemeint ist nicht Reue vom Bösen wie beim Menschen, sondern dass der Zustand der Menschen Gott schmerzte.
aus Noach →
Nachasch
„Schlange" und das Material des Brandopferaltars (Bronze/Kupfer); von Steve Okunola als spekulative Wortverbindung gekennzeichnet.
aus Bereschit →
Nachlese
Das Recht der Armen, Fremdlinge, Waisen und Witwen, nach der Ernte das Übriggebliebene auf Feldern, an Ölbäumen und in Weinbergen einzusammeln.
aus Ki Teze →
Nadab und Abihu
Söhne Aharons, die eigenmächtig Räucherwerk auf ihre Art darbrachten und dafür starben (3. Mose 10).
aus Wesot Haberacha →
Nadav und Avihu
Söhne Aarons; äußerlich nicht von Eleasar und Itamar zu unterscheiden, starben wegen eigenmächtiger Anbetung. Lehre: Herzenshaltung statt äußerer Form.
aus Tazria →
Narbe
die geheilte Beule (3. Mose 13,23); Bild dafür, dass erlittene Verletzungen keine Bitterkeit rechtfertigen — Heilung ist der Ausweg.
aus Tazria →
Navi
hebräisch „Prophet", von der Wurzel „weissagen"; Abraham wird hier zum ersten Mal in der Schrift so genannt.
aus Wajera →
nega
hebräisch „Plage, Schlag, Berührung": etwas wird aufgezeigt, damit es gebessert werden kann.
aus Tazria →
Nicht-Volk
Nation, die Gott nicht kennt und deren ganzer Ratschluss deshalb vor Gott nichtig ist, unabhängig davon, wie fortschrittlich und gebildet sie ist.
aus Haasinu →
Nitzav
hebräische Wurzel für „stehen"; bedeutet eigentlich „sich positionieren, stationiert sein", mit klarem Auftrag — nicht bloßes Herumstehen.
aus Wajera →
O
Oberste Instanz
Das Gericht an dem Ort, den Gott erwählt (Jerusalem), mit Richter, Priestern und Leviten — zuständig für Fälle, die vor Ort zu schwer zu beurteilen sind (5. Mose 17,8-13).
aus Schoftim →
Obrigkeit
Die von Gott zur Ordnung der Angelegenheiten eingesetzte staatliche Autorität, der Gläubige nach Römer 13 und Titus 3 mit Respekt begegnen und für die sie beten sollen.
aus Chaje Sara →
Odem des Lebens
der „Odem des Lebens", eingehaucht (2,7); Parallele zu Johannes 20,22, wo Jeschua den Jüngern den Heiligen Geist einhaucht.
aus Bereschit →
Ola
„Brandopfer", von der Wurzel „hochbringen"; das Wort, mit dem Isaak als Opfer gefordert wird.
aus Wajera →
Or
das erste Licht (1,3) voll geschrieben, das Licht der Gestirne (1,14) defektiv geschrieben; Deutung: das ursprüngliche Licht ist größer als das der späteren Himmelskörper.
aus Bereschit →
Osten
Richtung, in die Abraham die Söhne der Nebenfrauen wegschickt (1. Mose 25,6) — in der Tora wiederholt die Richtung weg vom Haus des Bundes.
aus Chaje Sara →
P
Parascha
Toraportion(en); 54 Abschnitte, einer pro Sabbat, damit die Tora in einem jüdischen Jahr komplett gelesen wird. Entstanden im Exil.
aus Bereschit →
Pfeile Gottes
Bild für die Strafgerichte Hunger, Fieberglut, Pest, wilde Tiere und Schwert, die Gott in seinem Zorn verschießt.
aus Haasinu →
Priester
Prüfer und Vermittler, nicht Dorfarzt; heutiges Gegenbild: der Leiter/Pastor, der über die Seelen wacht (Hebräer 13,17).
aus Tazria →
Priester und Älteste
Die beiden Gruppen, denen Mosche das geschriebene Buch der Tora übergibt, damit es gelehrt und weitergegeben wird (5. Mose 31,9).
aus Wajelech →
Prinzipien Jeschuas
Der gemeinsame Nenner aller Gläubigen über alle Lebensumstände hinweg: Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, die Früchte des Geistes, Güte, Glaube, Ausharren und Gottvertrauen in allem.
aus Ekev →
Profanschlachtung
Neue Erlaubnis, Tiere überall im Land zum Essen zu schlachten, ohne sie zum Heiligtum zu bringen; Opfer selbst gehören weiterhin nur an den von Gott erwählten Ort.
aus Reeh →
Prophet wie Mose
Der in 5. Mose 18,15-19 verheißene Prophet aus der Mitte der Brüder, dem Mose gleich, auf den Israel hören soll — größer als alle späteren Propheten, zugleich König und Hoherpriester.
aus Schoftim →
Protoevangelium
das Protoevangelium (3,15); die erste Verheißung des Erlösers, der der Schlange den Kopf zertritt.
aus Bereschit →
Puz
Hebräisch für zerstreuen; die Menschen in Babel wollten nicht zerstreut werden, obwohl die Ausbreitung über die Erde Gottes ausdrücklicher Auftrag war.
aus Noach →
R
Rafa
„heilen"; wird für die Heilung von Abimelechs Haus gebraucht, mit geistiger Konnotation.
aus Wajera →
Rauchender Ofen
Zusammen mit der Feuerflamme das Zeichen, in dem Gott allein zwischen den zerteilten Tieren hindurchgeht und den Bund auf sich nimmt.
aus Lech Lecha →
Richter der Erde
Bezeichnung für Gott im Fürbittegespräch über Sodom; Abraham versteht sowohl seine Gerechtigkeit als auch seine Barmherzigkeit.
aus Wajera →
Rohes Fleisch
Zeichen der Unreinheit (3. Mose 13,14–15); Bild für den akuten Ausbruch der Sünde, den sich auslebenden Charakter.
aus Tazria →
roten Kuh
4. Mose 19 (Portion Chukat); einziges Mittel zur Reinigung von der höchsten Unreinheit, dem Kontakt mit einem Leichnam.
aus Tazria →
Ruach
Hebräisch für Wind und Geist zugleich; derselbe Begriff wie beim Geist Gottes, der bei der Schöpfung über den Wassern schwebte.
aus Noach →
S
Sachar
Hebräisch für gedenken; dasselbe Wort steht für Gottes Gedenken an Noah und später für das Gebot, des Schabbats zu gedenken.
aus Noach →
Salem
Die Stadt Melchisedeks im Bereich des späteren Jerusalem; der Name hängt mit Schalom, Frieden, zusammen.
aus Lech Lecha →
Salz des Bundes
darf bei keinem Speisopfer fehlen; konserviert und hält zusammen: Bild für Geradlinigkeit und Bundestreue.
aus Wajikra →
Salzsäule
das Urteil über Lots Frau, deren Herz noch mit der Kultur Sodoms verbunden war; die Wurzel des Wortes „Säule" hängt mit Nitzav zusammen — ein ewiges Zeugnis.
aus Wajera →
Same
die Verheißung aus 1. Mose 3,15; entfaltet sich über Sem, Awram und schließlich die Nation Israel.
aus Wajera →
Same Abrahams
Nach Galater 3,29 alle, die zum Messias gehören; sie sind Erben der Verheißung, weil sie glauben wie Abraham glaubte.
aus Chaje Sara →
Same der Frau
Der in 1. Mose 3,15 verheißene Nachkomme, der der Schlange den Kopf zertreten wird und auf den Erlöser aus der menschlichen Rasse zielt.
aus Noach →
Same der Frau
Der in 1. Mose 3,15 verheißene Nachkomme, durch den Gott die Kontroverse mit der Schlange löst.
aus Haasinu →
Same der Schlange
Keine Dämonenwesen, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, in denen die gottfeindliche Gesinnung des Feindes lebt und deren Kennzeichen Äußerlichkeit ohne innere Verbindung zu Gott ist.
aus Noach →
Same der Schlange
Die Gegenlinie zum Samen der Frau; nach Steve Okunola keine Blutlinie, sondern eine Geisteshaltung, die sich in jedem zeigt, der gegen Gott rebelliert.
aus Lech Lecha →
Same der Schlange
Die Gegenseite in der Kontroverse von 1. Mose 3,15, die dem Samen der Frau feindlich gegenübersteht.
aus Haasinu →
saraph
„gänzlich verzehren"; steht beim Sündopfer-Stier außerhalb des Lagers: Die Sünde muss völlig vernichtet werden.
aus Wajikra →
Sauerteig
verboten auf dem Altar: Bild für Bosheit (Sauerteig) und falsche Süße/unechte Freundlichkeit (Honig).
aus Wajikra →
Schaatnes
Das verbotene Mischgewebe aus Wolle und Leinen; für Steve Okunola geht es dabei weniger um Textilien als um das Prinzip der Trennung.
aus Ki Teze →
Schabbat
von Lischbot, „ruhen, vollenden"; siebter Tag, gesegnet und geheiligt (2,2–3); bleibende Ruhe nach Hebräer 4.
aus Bereschit →
Schachat
Hebräisch für zerstören, verderben; die Menschen vor der Flut hatten sich durch die Art, wie sie lebten, selbst zerstört.
aus Noach →
Schalach
„hinausschicken mit Mission" versus „vertreiben/verbannen"; beide Aspekte beim Auszug aus Eden zugleich wahr.
aus Bereschit →
Scheidebrief
Hebräisch Get, dem Wortsinn nach eine Urkunde: der Brief, den ein Mann seiner Frau bei der Entlassung mitgeben musste und der die Scheidung rechtlich festhielt.
aus Ki Teze →
Schemini
die vorherige Portion („der Achte"); Einweihung der Priester, Nadav und Avihu, Speisegebote (3. Mose 9–11).
aus Tazria →
Schemini
Frühere Toraportion (3. Mose 9-11), in der die Speisegebote erstmals gegeben und als Hinweis auf den Charakter gedeutet wurden.
aus Reeh →
Scheol
Der Ort der Toten in der Tiefe, bis in dessen untersten Bereich das Feuer von Gottes Zorn nach dem Lied brennt.
aus Haasinu →
Schilo
Ort im Gebiet Ephraims, an dem das Zelt Gottes zur Richterzeit lange stand und an dem Gott sich offenbarte, bevor Jerusalem erwählt wurde.
aus Reeh →
Schlangen und Skorpione
Die Gefahren der großen und schrecklichen Wüste (5. Mose 8,15), durch die Gott Israel dennoch bewahrte; für Steve Okunola auch ein Bild für das raue geistliche Klima der heutigen Prüfzeit.
aus Ekev →
Schmitta
Das siebte Jahr, das Erlassjahr; am Laubhüttenfest dieses Jahres soll die Tora vor dem ganzen versammelten Volk vorgelesen werden (5. Mose 31,10-13).
aus Wajelech →
Schoftim
Die auf diese Portion folgende Toraportion („Richter", 5. Mose 16,18 - 21,9) über Richter, Könige, Priester und den verheißenen Propheten.
aus Reeh →
Schuldopfer
bei Veruntreuung, leichtfertigem Schwur, Berührung von Unreinem; verbunden mit praktischer Wiedergutmachung.
aus Wajikra →
Schwagerehe
Die Pflicht eines Bruders, die kinderlose Witwe seines verstorbenen Bruders zu heiraten, um dessen Namen in Israel zu erhalten; auch Levirat genannt.
aus Ki Teze →
Seelen aus Haran
Die Menschen, die sich in Haran dem Haus Abrahams angeschlossen hatten und mit ihm auszogen.
aus Lech Lecha →
Sera
Hebräisch für Same oder Nachkommenschaft; das Schlüsselwort, das die Verheißung von 1. Mose 3,15 bis zu Abraham und weiter zu David trägt.
aus Lech Lecha →
Sichem
Erster Ort, an dem Abram im Land haltmacht und einen Altar baut; später von Jakob gekauft und Eingang ins Land zwischen den Bergen Garizim und Ebal.
aus Lech Lecha →
Sieben Nationen
Die Völker Kanaans, die Israel ganz und gar verbannen sollte — kein Bund, keine Ehen, damit die Söhne nicht abwendig gemacht werden und anderen Göttern dienen (5. Mose 7,1-4).
aus Waetchanan →
siebenmal vor den Vorhang
Blutsprengung beim Sündopfer des Hohepriesters/der Gemeinde; sieben als Bundeszahl: die Beziehung wird wiederhergestellt. Vorschatten auf Jom Kippur.
aus Wajikra →
Simchat Tora
Freude der Tora: Tag, an dem diese Abschlussportion gelesen und der Lesezyklus sofort neu begonnen wird.
aus Wesot Haberacha →
Sinnen auf dem Feld
Unklare hebräische Wendung in 1. Mose 24,63; meist mit nachdenken, sinnen oder beten wiedergegeben.
aus Chaje Sara →
Sohn der Verheißung
Isaak, der Erbe des Bundes; nach Steve Okunola ein Vorausbild auf den Messias, dem eine Braut zugeführt wird.
aus Chaje Sara →
Söhne Gottes
unter Auslegern umstrittene Bezeichnung; Steve Okunola favorisiert eine Deutung als sittliche Vermischung, nicht als Engelwesen.
aus Bereschit →
Söhne Gottes
Ausdruck in 1. Mose 6, den Steve Okunola auf die Linie Sets bezieht (vergleiche Hosea 2,1 für Israel), während viele andere Ausleger darin gefallene Engel sehen.
aus Noach →
Speisegebote
Gebote über reine und unreine Tiere, die in Kapitel 14 wiederholt werden und nach der Auslegung aus der Portion Schemini auf den Charakter deuten.
aus Reeh →
Speisopfer
das Geschenk des Untergebenen an den Höheren; Feinmehl, Gebackenes oder geröstete Körner. Bild der Mühe um die geistige Speise.
aus Wajikra →
Staub und Asche
Abrahams Selbsteinschätzung, als er vor der Zerstörung Sodoms mit Gott redet (1. Mose 18,27) — Ausdruck der eigenen Unbedeutendheit.
aus Chaje Sara →
Steinigung
Übliche Form der Vollstreckung eines Todesurteils in Israel; die Zeugen mussten dabei als Erste die Hand anlegen.
aus Schoftim →
störrischer Sohn
Ein Sohn, der als Schlemmer und Säufer beharrlich nicht auf Vater und Mutter hört; die Eltern konnten ihn vor die Ältesten ans Tor bringen, worauf die Todesstrafe stand.
aus Ki Teze →
Streitmacht
Die gezählten wehrfähigen Männer Israels: 603.550 bei der ersten Zählung nach dem Auszug, 601.730 bei der zweiten; daraus schließt Steve Okunola auf eine Gesamtbevölkerung von rund zwei Millionen Menschen.
aus Waetchanan →
Sukkot
Laubhüttenfest, eines der drei Wallfahrtsfeste; nach Sacharja 14 werden die Nationen es einst gemeinsam in Jeruschalajim feiern.
aus Wajelech →
Sündopfer
das Notopfer für Sünden aus Versehen; schützt die Beziehung, hält sie aber nicht am Leben.
aus Wajikra →
T
Taninim
die großen Seeungeheuer (1,21); zweites Vorkommen von Bara; Wurzel taucht später bei Aarons Schlangenstab wieder auf (2. Mose 7).
aus Bereschit →
Tardema
Der tiefe Schlaf, der auf Abram fällt; dasselbe Wort wie beim Tiefschlaf Adams, aus dem die Frau hervorging.
aus Lech Lecha →
tazria
„wenn sie empfängt / Samen hervorbringt" (3. Mose 12,2); Name der Portion. Enthält die Wurzel sera (Same) — Anklang an den Samen der Frau aus 1. Mose 3,15.
aus Tazria →
Terem
„bevor" / „regnen lassen" (2,5); Regen als Bild für Gottes Segen, der einen arbeitenden Menschen braucht, um Frucht zu bringen.
aus Bereschit →
Teschuka
„Verlangen"; kommt nur dreimal in der Bibel vor (1. Mose 3,16; 4,7; Hohelied 7,11); in 3,16 und 4,7 als beherrschendes, nicht liebevolles Verlangen gedeutet — eine unter Auslegern umstrittene Wortbedeutung.
aus Bereschit →
Tewa
Das hebräische Wort für die Arche, einen Kasten ohne Segel und Steuer; es kommt in der Schrift sonst nur noch beim Kästchen des Mose im Schilf vor.
aus Noach →
Tohu wa-Wohu
„wüst und leer"; dieselbe Formulierung beschreibt in Jeremia 4,22–23 ein Volk, das seinen Schöpfer nicht kennt.
aus Bereschit →
Tor der Stadt
Ratsplatz einer antiken Stadt: Dort sitzen die Ältesten, dort wird gerichtet und dort werden Verträge rechtsgültig und öffentlich geschlossen.
aus Chaje Sara →
Tora
von der Wurzel Jara (lehren); Instanz ist Wegweisung, nicht eine Liste äußerlicher Streitpunkte.
aus Bereschit →
Tzachak
die Wurzel „lachen"; zieht sich durch die ganze Geschichte — Abrahams Lachen der Freude, Saras Lachen des Unglaubens, später Isaaks Name und Ismaels Spott.
aus Wajera →
Ü
Überrest
Der kleine Teil des Gottesvolkes, der es wirklich ernst meint, durch die Drangsal geläutert wird und dem Zorngericht entkommt — in dieser Portion dargestellt in Noah.
aus Noach →
Überrest
Der Teil des Volkes, der nach dem entfachten Zorn übrig bleibt, weil er wahrhaftig zu Gott gehört.
aus Haasinu →
U
Umgang
Steve Okunolas Gegenprinzip zum reinen Verbieten: den richtigen Umgang mit Dingen lernen, Alternativen bieten und die Strukturen zu Hause auf Gottes Wort gründen.
aus Waetchanan →
Ur Kasdim
Ur der Chaldäer, Abrams Herkunftsort im Gebiet des späteren Babylon, aus dem er auszieht.
aus Lech Lecha →
Urim und Tummim
Los-Instrument des Hohenpriesters zur Befragung Gottes; beim ungeklärten Mord wird es gerade nicht bemüht — die Stadt soll selbst aktiv forschen.
aus Schoftim →
V
Verbergen des Angesichts
Gottes angekündigte Antwort auf den Abfall: Er entzieht seine Gegenwart, und Übel und Drangsale treffen das Volk (5. Mose 31,17-18).
aus Wajelech →
Verbot
Nötig bei Dingen, die direkt gegen Gott gehen — da gibt es keine Kompromisse; als einziges Erziehungsmittel aber fruchtlos, denn Verbot allein ist kein Leben des Gebots.
aus Waetchanan →
Verklärung
Szene in Matthäus 17, in der Mosche und Elia neben dem verklärten Jeschua erscheinen.
aus Wesot Haberacha →
Vermessenheit
Kennzeichen des falschen Propheten: Er redet im Namen Gottes, aber sein Wort trifft nicht ein (5. Mose 18,21-22) — der wahre Beweis, stärker als Zeichen und Wunder.
aus Schoftim →
Versammelt zu seinen Völkern
Wendung für das Sterben der Patriarchen (1. Mose 25,8.17); sie wird sowohl über Abraham als auch über Ismael gebraucht.
aus Chaje Sara →
Versammlung des HERRN
Die Gemeinde Israels als geordnete Körperschaft vor Gott, zu der bestimmte Personen und Völker keinen Zutritt hatten.
aus Ki Teze →
Vierhundert Schekel Silber
Der von Efron genannte, stattliche Preis für Feld und Höhle; Abraham handelt nicht, sondern wägt das Silber sofort dar (1. Mose 23,15-16).
aus Chaje Sara →
Vierzig Schläge
Die absolute Obergrenze der gerichtlichen Körperstrafe; was mehr verdient hätte, wäre bereits eine Sache der Todesstrafe gewesen.
aus Ki Teze →
Vorbild
Die Eltern als Visitenkarte des Christus auf diesem Planeten; einschärfen geht nur durch Vorleben, nicht durch bloßes Rezitieren von Geboten.
aus Waetchanan →
W
Wa'etchanan
Wörtlich „und ich flehte" (5. Mose 3,23); Namensgeber der Portion nach Moses Bitte, das Land betreten zu dürfen, die Gott abschlägig beschied.
aus Waetchanan →
Wajanichehu
„er gab ihm Ruhe" (2,15), anders als das bloße „platzieren" in 2,8; Ruhe in der eigenen Berufung.
aus Bereschit →
Wajikra
„Und er rief" (3. Mose 1,1); Name der Portion und des ganzen dritten Buches Mose.
aus Wajikra →
Wallfahrtsfeste
Die drei Feste — Fest der ungesäuerten Brote, Wochenfest und Laubhüttenfest —, zu denen alle Männer am erwählten Ort vor Gott erscheinen sollten, keiner mit leeren Händen (5. Mose 16,16).
aus Reeh →
Waw
der Buchstabe „und" am Anfang der Portion; bedeutet auch Nagel/Haken und verbindet das dritte Buch mit dem zweiten (Stiftshütte, Bund, Mittler).
aus Wajikra →
Weihrauch
steht für die Gebete, die zu Gott aufsteigen; fehlt bewusst beim Armen-Schuldopfer (kein Geschenk, sondern Sühne).
aus Wajikra →
Weise des Königs
Samuels Warnung (1. Samuel 8,11-18), wie ein König nach Art der Heiden herrschen wird: Er wird nehmen — Söhne, Töchter, Felder, den Zehnten —, bis das Volk schreit und nicht erhört wird.
aus Schoftim →
Werken des Fleisches
Galater 5,19–21; die sichtbaren Anzeichen eines ungeheiligten Charakters (Parteiungen, Zwietracht, Lästerei, Zorn u.a.).
aus Tazria →
Wesot haBeracha
Und dies ist der Segen: Name der letzten Toraportion, benannt nach den Anfangsworten von 5. Mose 33,1.
aus Wesot Haberacha →
Wesot HaBeracha
Die abschließende Portion mit den Segnungen in 5. Mose 33 und 34, die nicht am Schabbat, sondern innerhalb des Festes gelesen wird.
aus Haasinu →
Wöchnerin
die Frau nach der Geburt; 40 bzw. 80 Tage unrein. Bild für Trennung durch Berührung mit dem Tod — ausdrücklich keine Folge einer Sünde der Frau.
aus Tazria →
Wolkensäule
Sichtbare Gegenwart Gottes, die sich bei der Einsetzung Joschuas über den Eingang des Zeltes stellt (5. Mose 31,15).
aus Wajelech →
Z
Zehn Gebote
Die einzigen Worte, die Gott selbst aus dem Feuer zum ganzen Volk sprach und niederschrieb; alle weiteren Weisungen gab er Mose, der sie für uns aufschrieb.
aus Waetchanan →
Zehn Kamele
Die Tiere, die Elieser mitnimmt und die Rebekka tränkt; Steve Okunola sieht in ihnen ein Bild für die zehn Gebote.
aus Chaje Sara →
Zehn Worte
Die zehn auf Steintafeln geschriebenen Gebote in der Bundeslade; sie bilden die Grundordnung der Gesellschaft Israels.
aus Wajelech →
Zeichen auf Hand und Stirn
Die Worte Gottes sollen aufs Herz gelegt und als Zeichen auf Hand und Stirn gebunden werden (5. Mose 11,18); nach Steve Okunolas Auslegung bildliche Sprache für das ganze Tun und Denken, nicht wörtliche Lederriemen.
aus Ekev →
Zeuge neben der Lade
Rolle des geschriebenen Tora-Buches, das an die Seite der Bundeslade gelegt wird und dort gegen das Volk zeugt (5. Mose 31,26).
aus Wajelech →
Zizit
Die Quasten an den vier Zipfeln des Gewandes nach 4. Mose 15, die den Träger an die Gebote Gottes erinnern sollen.
aus Ki Teze →
Zizit
Quasten an den vier Zipfeln des Gewandes (4. Mose 15,38-39); äußeres Zeichen, das nach Steve Okunola noch nichts über das gelebte Leben aussagt.
aus Wajelech →
Zufluchtsstädte
Städte, in die ein unabsichtlicher Totschläger fliehen konnte (5. Mose 19,1-10); in dieser Portion werden sie erneut aufgegriffen.
aus Schoftim →