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5. Mose 3,23 – 7,11 ~11 Min. Lesezeit

וָאֶתְחַנַּן

Waetchanan — und ich flehte

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Das Gebot ist unser Leben, und wir sollen es unseren Kindern einschärfen. Aber was schärfe ich ihnen ein, und wie? Nicht durch Verbot allein, sondern durch Vorbild, richtigen Umgang und eine Familie, die den Alltag nach Gottes Prinzipien lebt.

Die Portion trägt ihren Namen nach dem Flehen Moses: Er bat Gott inständig, das gute Land jenseits des Jordan betreten zu dürfen. Doch Gott lehnte ab — Mose solle nicht weiter zu ihm von dieser Angelegenheit reden. Er durfte das Land nur aus der Ferne sehen, und die Führung ging an über. Darin liegt nach Steve Okunolas Deutung mehr als ein Führungswechsel: Der Name Jehoschua ist ein Sinnbild auf Jeschua. So wie Josua Israel in das Land Kanaan führte, führt Jeschua uns in das verheißene Land. Wir werden nicht mehr buchstäblich ausziehen, um Kanaan einzunehmen — aber gerade deshalb müssen wir die Prinzipien hinter diesem Auftrag verstehen, denn mit ihm beginnt und endet die Portion: Israel soll im Land den Götzendienst zerschlagen und sich ihm nicht nahen.

Der rote Faden steht in Kapitel 4: Und nun, Israel, höre auf die Satzungen und auf die Rechte, die ich euch lehre zu tun, auf dass ihr lebet und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt (5. Mose 4,1). Das Gebot ist unser Leben — davon hängt die Ewigkeit ab, das ewige Leben, je nachdem, wie ich jetzt nach den Geboten lebe. Und genau das sollen wir unseren Kindern einschärfen. Dazu gehört die Rahmung: nichts hinzutun und nichts wegnehmen (5. Mose 4,2) — ein Prinzip, das in 5. Mose 13, im Buch der Sprüche und am Abschluss der Offenbarung wiederholt wird. Menschenerdachte Zusätze haben neben Gottes Weisung keinen Platz.

Oft heißt es, im fünften Buch Mose werde die Tora wiederholt. Genau genommen wird das Gebot aber nicht zum zweiten Mal gegeben. Die Generation, die am Sinai die Stimme hörte, ist in der Wüste gestorben; die neue Generation, die zum Teil noch gar nicht zur ersten gezählten gehörte, steht nun kurz vor dem Einzug ins Land und bekommt aufgesagt, was Gott damals gegeben hatte. Gott kommt nicht noch einmal auf den Berg herab. **Nur die sprach und schrieb Gott selbst aus dem Feuer; die weiteren Weisungen gab er Mose, und Mose schrieb sie für uns nieder.** So empfängt jede Generation die Gebote wieder frisch — auch wir, die wir nicht am Berg Sinai standen, aber zu Israel gehören und Jeschua angenommen haben. Das fünfte Buch Mose ist darum keine Wiederholung um ihrer selbst willen, sondern die Essenz der Tora, die uns zum Leben vermittelt wird.

Auffällig ist das hebräische Wort, mit dem die Gebotsgabe verbunden ist: , ermahnen. Daraus leitet sich die Idee des ab — Ermahnung, etwas, das Menschen heute nicht mehr gerne hören. Es ist wie eine Warnung: Halte die Gebote, dein Leben hängt davon ab. Damit ergibt sich der Aufbau der Portion wie eine Linie: Kapitel 4 — das Gebot ist dein Leben, hüte dich vor dem Götzendienst. Kapitel 6 — Liebe erfüllt das Gebot, denn im Kern geht es darum, Gott zu lieben. Kapitel 7 — zerschlage den Götzendienst.

Wie konkret das Gebot am Leben hält, zeigt das Praxisbeispiel : Eure Augen haben gesehen, was JHWH wegen des Baal-Peor getan hat — alle Männer, die ihm nachgingen, hat er vertilgt; ihr aber, die ihr JHWH anhingt, seid heute alle am Leben (5. Mose 4,3-4). Steve Okunola rechnet die Tragweite vor: Die erste Zählung nach dem Auszug ergab 603.550 wehrfähige Männer, die zweite 601.730 — ungeachtet der Frauen und Kinder, also eine Gesamtbevölkerung von rund zwei Millionen Menschen. Die in der Plage von Baal-Peor Gestorbenen entsprechen damit etwa einem Prozent der Bevölkerung, gefallen an einem einzigen Tag durch Götzendienst. In heutige Verhältnisse übersetzt wäre das, als würde an einem Tag ein Prozent der Bevölkerung eines ganzen Landes sterben — eine gewaltige Zahl. Götzendienst ist kein Randthema, sondern eine Frage von Leben und Tod.

Dabei bleibt es nicht bei Furcht. Gott kam zwar herab, um zu ermahnen, und Israel hörte die Stimme aus dem Feuer — aber ein stringentes Verbieten und ständiges Du-darfst-nicht hilft nicht, wenn das Herz nicht dahinter ist. Deshalb wird das Herz angesprochen: Ich soll Gott lieben mit meinem ganzen Herzen (5. Mose 6). Die zu Gott ist eigentlich das Leben selbst, das sich dann praktisch auswirkt — in dem, was ich tue, wie ich Entscheidungen treffe, wie ich einkaufe, wo ich einkaufe, wie ich mit Menschen umgehe. Wenn diese Dinge fehlen, ist auch keine Beziehung zu Gott da, und dann gibt es nichts, was ich einschärfen könnte.

**Zugleich gibt es keine aus der vorherigen Generation.** Als die Tora gegeben wurde, herrschten eine andere Kultur, eine andere Sprache, andere Maßstäbe — gehandelt wurde mit Esel, Ochse, Schaf oder einem Maß Silber, der Nachbar lebte im Zelt. Die Generation zuvor konnte keinen handgeschriebenen Brief hinterlassen, wie ich heute mit ganz anderer Technologie zu leben habe. Die Gebote waren und sind aber die grundlegenden Prinzipien, wie das Leben zu führen ist. Ich stehe also da wie die neue Generation damals: Ich bekomme die Gebote aufgesagt und muss nach diesen Prinzipien mein Leben führen — denn es ist ja mein Leben. Und wenn ich so lebe, wird das nach 5. Mose 4,6 meine Weisheit und mein Verstand sein vor den Augen der Völker. Menschen suchen in ihrem Herzen nach Antworten des Lebens; sie mögen annehmen oder nicht annehmen, aber sie können Weisheit erfahren. So sagt auch David, er sei weiser als die Ältesten, weil er Gottes Gebote hält — und über die Apostel wunderte man sich, dass ungelehrte Männer so viel wussten, weil Gottes Geist es ihnen vermittelte. Die Gebote vermitteln Weisheit unabhängig vom Bildungsstand.

Was schärfe ich nun meinen Kindern ein, und wie? Das Erste, was Steve Okunola hier sieht, ist die als erste Einheit der Gesellschaft: Mann und Frau und Kinder. Danach sucht er in allen Lebenslagen zuerst, wenn es um Begriffe wie Leiterschaft, Jüngerschaft oder Nachfolge geht — Menschen, die ansässig in einer Familie leben und diese Familie nach den Prinzipien Gottes führen. Der Dienst des Paulus, der unverheiratet umherreiste, um das Evangelium zu verkündigen, ist beispiellos und ehrenwert, aber nicht das, wonach zuerst zu suchen ist, denn das Leben spielt sich in der Familie ab. Wer noch im Findungsprozess ist oder seine Ehe gerade erst aufbaut, soll das nicht als Anklage lesen — entscheidend ist, wie sehr jemand danach strebt, dieses Ziel zu erreichen. Genau daran entzünden sich heute auch die eigentlichen Fragen zwischen Gläubigen: nicht stundenlange Debatten über die Deutung eines hebräischen Wortes, sondern wie man lebt — warum ist eure Ehe in diesem Zustand, warum hören die Kinder nicht auf den Vater, warum ist das Haus so friedlich oder so im Chaos. Die Familie in Balance zu bringen ist der Dreh- und Angelpunkt, um den Kindern überhaupt etwas einschärfen zu können.

Dazu gehört der : Nur der Alltag ist der Gottesdienst. Es nützt nichts, diese Dinge nur am Schabbat oder an einem Wochentag hervorzurufen; die Tora will komplett gelebt werden, den ganzen Tag, überall — in der Art, wie ich meine Arbeit mache, wie ich meine Familie führe, wie ich mein Wort halte, wie ich mit Menschen umgehe. Mein Leben, wie ich lebe, ist der Beweis für das Evangelium, den Menschen sehen. Kinder erleben das täglich mit: Schule, Arbeit, gemeinsames Essen am Abend, Einkaufen — dort wird das Gebot gelebt und weitergegeben.

In dieser Portion steckt auch das : Gott soll in keiner Weise nachgeahmt werden. Götzendienst fängt damit an, dass Menschen sich ein Abbild von Gott machen wollen; dann verneigen sie sich davor, und irgendwann endet es in kompletter Korruption — die wahre Natur des Götzendienstes wird sich eines Tages offenbaren. Wer sich vor einem Stein niederneigt, hat noch niemanden getötet und noch nichts Anrüchiges gesagt, aber die Natur dessen, der Gott verlassen hat, mündet am Ende in völliger Korruption. Steve Okunola verwendet in seinen Lehrvideos bewusst selten Bilder: Bildmaterial darf Dinge verständlich machen — den Aufbau der Stiftshütte etwa versteht man kaum ohne Abbildung —, aber Jeschua predigte das Evangelium ohne Bilderbuch, und Bilder allein bringen Menschen nicht zum Glauben. Mit Blick auf die Gegenwart beobachtet Steve Okunola, dass öffentliche Zeremonien und Huldigungen, wie sie derzeit zu sehen sind, dem gleichen, was Israel damals sah und was Daniel und seine Freunde in Babylon vor dem Standbild erlebten — nach seiner Einschätzung kehrt das alles zur Endzeit hin zurück, wie es Johannes und die Propheten in Visionen sahen. Umso wichtiger sei es zu verstehen: Es hängt Leben und Tod davon ab, wie ich nach den Geboten Gottes lebe.

Wie aber zerschlage ich Götzendienst in der Erziehung, ohne alles kaputtzumachen? Hier unterscheidet Steve Okunola scharf. Es gibt Dinge, die direkt gegen Gott gehen — perverse Lebensstile, perverse Inhalte —, da gilt das klare ohne Kompromisse; das ist das Zerschlagen des Götzendienstes aus 5. Mose 7. Aber Verbot, Verbot, Verbot ist kein Leben des Gebots. Wer den Kindern alles verbietet — die Konsole, das Tablet, das Skaten im Park, das Smartphone —, wird erleben, dass sie es sich woanders holen oder geradezu wild danach werden; Steve Okunola erzählt aus seiner Zeit in der Softwareindustrie, wie Jungen nicht von den Spielen wegzubekommen waren und Mütter längst die Kontrolle verloren hatten. Sein Prinzip Nummer eins ist darum nicht Verbieten, sondern — Umgang auf die richtige Art und Weise: ein wenig erlauben, zeigen, eine bessere Alternative bieten, und die Strukturen zu Hause so stark auf Gottes Wort gründen, dass die Kinder mit dem Herzen nachleben können. Er erzählt von einem Vater, der die ganze Gesellschaft, Social Media, Spiele und Musik pauschal als Verdummung verwarf und zu Hause alles verbot; auf die Frage, ob er denn mit dem Ergebnis zufrieden sei, wie seine Kinder sich entwickeln, brach der Mann das Gespräch ab. Auch Abkapselung ist keine Lösung: Sich mit der Familie in ein abgelegenes Dorf zurückzuziehen mag nobel gemeint sein, taugt aber nicht als Beispiel — gebraucht werden Familien, die hier mitten im System leben, mit Schule und Arbeit zu tun haben, täglich gegensteuern, immer wieder Gespräche führen und die Kinder in dem fördern, was Gott ihnen an Begabungen gegeben hat. So machte es auch Jeschua: Die Pharisäer verachteten die Zöllner und Prostituierten kategorisch, er aber war mitten unter ihnen und konnte sie transformieren, ohne mitzumachen.

Einschärfen heißt am Ende: sein. Du bist die Visitenkarte des Christus auf diesem Planeten — die Kinder sehen dich und sollen von dir sagen können, dass Papa ein Vorbild für Christus ist. Das beginnt damit, die Tora selbst zu verstehen, und setzt sich fort darin, wie du deine Entscheidungen triffst, dein Haus leitest, respektvoll deine Meinung sagst, offen und ehrlich ansprechbar bist — Eltern, die nicht alles verbieten, sondern leiten, weise sind und nur das klar verbieten, was schlecht ist. Und mache es dir dabei nicht zu schwer: Sollte ein Kind sich eines Tages dennoch anders entscheiden, dann sei gewiss, dass es nicht an dir lag, und du sollst ruhig schlafen können. Adam hat es seinen Kindern höchstwahrscheinlich auch eingeschärft, und Kain entschied sich anders; Abel nahm an, Jakob nahm an, Esau nicht — obwohl beide von Isaak empfangen hatten. Schau auf deine Kinder, sieh, wo jeder steht und Unterstützung braucht, liefere, was ein christlicher Vater liefern soll, und den Rest lege in die Hände Gottes.

Die Portion schließt mit dem Gebot, den Götzendienst zu zerschlagen: Wenn JHWH dich in das Land bringt und viele Nationen vor dir hinaustreibt — die , größer und stärker als du —, dann sollst du sie ganz und gar verbannen, keinen Bund mit ihnen schließen und keine Ehen eingehen, denn sie würden deine Söhne abwendig machen, dass sie anderen Göttern dienen (5. Mose 7,1-4). Hetiter und Amoriter stehen uns heute nicht mehr gegenüber, aber die Prinzipien bleiben: Gewisse Dinge müssen aus unserem Haus verbannt und zerschlagen werden, während bei anderen ein pauschales Verbot sogar kontraproduktiv ist, weil die Welt sie ohnehin darbietet — da ist Weisheit im Umgang gefragt. Dasselbe gilt für Fragen wie Kleidung: Wie genau sich Rebekka kleidete, ist Auslegungssache, aber die Prinzipien bleiben — nicht anzüglich, nicht auf das Fleisch ausgerichtet, nicht hoffärtig, nicht stolz. Neue Gebote werden in dieser Portion nicht gegeben; die Zehn Gebote werden wiederholt, und die Essenz ist klar: Das Gebot ist dein Leben. Liebe Gott mit ganzem Herzen, hüte dich und hüte deine Seele sehr, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben — und tue es kund deinen Kindern und Kindeskindern.

Kernaussagen

01 Das Gebot ist unser Leben: Wie ich jetzt nach den Geboten lebe, davon hängt das Leben bis in die Ewigkeit ab (5. Mose 4,1).
02 Die Tora wird im fünften Buch Mose nicht einfach wiederholt — der neuen Generation wird die Essenz der Tora neu aufgesagt, und so empfängt jede Generation, auch wir, die Gebote wieder frisch.
03 Nur die Zehn Gebote sprach und schrieb Gott selbst aus dem Feuer; alle weiteren Weisungen gab er durch Mose.
04 Baal-Peor zeigt die Tragweite: Wer dem Götzen nachlief, wurde vertilgt, wer JHWH anhing, blieb am Leben — Götzendienst ist eine Frage von Leben und Tod.
05 Es gibt keine Blaupause aus der vorherigen Generation: Die Prinzipien der Gebote bleiben, ihre Anwendung muss jede Generation neu finden.
06 Das Gebot wird zuerst in der Familie gelebt — der Alltag ist der Gottesdienst, nicht nur der Schabbat oder die Versammlung.
07 Verbot allein ist kein Leben des Gebots: Manches muss kompromisslos verbannt werden, bei vielem anderen zählen richtiger Umgang, Alternativen und Vorbild.
08 Wenn ein Kind sich trotz allem anders entscheidet, liegt es nicht an dir — wie bei Adam und Kain oder Isaak und Esau; du sollst ruhig schlafen können.

Fragen

Erst selbst überlegen — die Lösung erscheint nach dem Klick.

Ebene 1 · Verständnis

Warum heißt die Portion Wa'etchanan, und worum flehte Mose?

Der Name bedeutet „und ich flehte": Mose bat Gott, das Land betreten zu dürfen. Gott lehnte ab — Mose durfte es nur aus der Ferne sehen, und die Führung ging an Josua über.

Warum ist die Gebotsgabe im fünften Buch Mose keine echte „zweite Gabe" der Gebote?

Gott kam nicht noch einmal auf den Sinai herab. Die neue Generation, die nicht zur ersten gezählten Streitmacht gehörte, bekam aufgesagt, was Gott damals bereits gegeben hatte.

Welche Worte sprach Gott selbst zum Volk, und wie kamen die übrigen Weisungen zu Israel?

Nur die Zehn Gebote sprach und schrieb Gott selbst aus dem Feuer; die übrigen Weisungen gab er Mose, und Mose schrieb sie nieder.

Welches Praxisbeispiel nennt der Text dafür, dass das Gebot am Leben hält?

Baal-Peor: Alle, die dem Götzen nachgingen, wurden vertilgt; die aber JHWH anhingen, waren bis zu diesem Tag alle am Leben (5. Mose 4,3-4).

Was wird nach 5. Mose 4,6 die Weisheit Israels vor den Augen der Völker sein?

Das Beachten und Tun der Satzungen — ein Leben nach der Tora, an dem die Völker Weisheit und Verstand erkennen.

Was ist nach Steve Okunola die erste Einheit der Gesellschaft und der wichtigste Ort, das Gebot zu leben?

Die Familie aus Mann, Frau und Kindern; dort spielt sich der Alltag ab, und der Alltag ist der eigentliche Gottesdienst.

Warum führt Erziehung allein durch Verbote nach Steve Okunolas Erfahrung nicht zum Ziel?

Kinder, denen alles verboten wird, holen sich die Dinge woanders oder werden regelrecht wild danach. Statt nur zu verbieten braucht es richtigen Umgang, Alternativen zu Hause und Eltern als Vorbild.

Welche Dinge muss man nach Steve Okunola dennoch kompromisslos verbieten?

Inhalte, die direkt gegen Gott gehen — perverse Lebensstile und perverse Dinge. Das entspricht dem Zerschlagen des Götzendienstes aus 5. Mose 7.

Ebene 2 · Bibelstellen

Lies 5. Mose 3,23-28: Wie reagiert Gott konkret auf Moses Flehen, und welchen Auftrag bekommt Mose stattdessen?

Gott sagt, Mose solle nicht weiter zu ihm von dieser Sache reden. Er darf vom Gipfel des Pisga aus das Land sehen und soll Josua einsetzen, ihn stärken und ermutigen, denn Josua wird das Volk hinüberführen.

Lies 5. Mose 4,2 und Offenbarung 22,18-19: Welches gemeinsame Prinzip verbinden beide Stellen?

Nichts zum Wort Gottes hinzufügen und nichts davon wegnehmen — das Prinzip rahmt die Schrift von der Tora bis zum Abschluss der Offenbarung; es klingt auch in Sprüche 30,5-6 an.

Lies 4. Mose 25,1-9: Was geschah bei Baal-Peor, und wie viele Menschen starben in der Plage?

Israel wurde durch Moab bzw. Midian zum Götzendienst verführt, und eine Plage brach aus; 24.000 Menschen starben. Steve Okunola rechnet vor, dass das bei rund zwei Millionen Menschen etwa ein Prozent der Bevölkerung an einem einzigen Tag war.

Lies 5. Mose 6,4-9: Womit soll Israel Gott lieben, und was soll mit diesen Worten geschehen?

Mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft. Die Worte sollen im Herzen sein und den Kindern eingeschärft werden — beim Sitzen im Haus, beim Gehen auf dem Weg, beim Hinlegen und Aufstehen.

Lies 5. Mose 7,1-4: Warum verbietet Gott Bündnisse und Ehen mit den sieben Nationen Kanaans?

Weil sie die Söhne Israels abwendig machen würden, sodass sie anderen Göttern dienen — und dann würde der Zorn Gottes gegen Israel entbrennen.

Ebene 3 · Vertiefung

Kaum jemand verbeugt sich heute vor einem Stein. Was wäre in deinem Leben das Gegenstück — wo verliert dein Herz Gott aus dem Fokus?

Keine feste Lösung — zur Selbstprüfung: Aktivitäten, Medien, Hobbys, Besitz oder Anerkennung, die so viel Raum einnehmen, dass die Beziehung zu Gott nicht mehr gepflegt wird. Wo etwas diesen Platz einnimmt, beginnt Götzendienst.

Verbieten oder Umgang lernen: Wo neigst du in der Erziehung oder dir selbst gegenüber zu reinen Verboten, und welche bessere Alternative könntest du anbieten?

Keine feste Lösung — zur Selbstprüfung: Prüfe, ob deine Strukturen zu Hause stark genug sind, Alternativen zu bieten, und ob du Gespräche führst statt nur Regeln aufzustellen. Manches muss klar verbannt bleiben, vieles andere will begleitet gelernt werden.

Du bist die Visitenkarte des Christus auf diesem Planeten: Was würden Menschen, die dich täglich sehen, aus deinem Leben über das Evangelium ablesen?

Keine feste Lösung — zur Selbstprüfung: Dein Leben im Alltag — Arbeit, Entscheidungen, Worthalten, Familienführung — ist der Beweis für das Evangelium, den Menschen sehen. Frage dich, ob deine Kinder sagen könnten, dass du ihnen ein Vorbild für Christus bist.

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